Brunner: Graz hat riesiges Feinstaubproblem

Grüne: Feinstaub-Grenzwerte wurden in diesem Jahr fast täglich überschritten – Murkraftwerk würde Situation noch verschlimmern.

Wien (OTS) - „Der Feinstaub-Grenzwert ist in Graz dieses Jahr fast täglich überschritten worden. Seit dem 18. Jänner sind die Tagesmittelwerte jeden einzelnen Tag auf einem gesundheitsgefährdenden Niveau. Die Grazer Bevölkerung hat ein Recht auf saubere Luft und die politisch Verantwortlichen haben die Pflicht, Sofortmaßnahmen gegen die akute Belastung zu ergreifen“, sagt Christiane Brunner, Umweltsprecherin der Grünen.

Laut den Daten des Umweltbundesamtes wurde der maximale Tagesmittelwert von > 50 µg/m³ in Graz von Jahresbeginn bis zum 29. Jänner an 18 Tagen überschritten. Am 23. Jänner war der Tagesschnitt sogar bei 139 µg/m³.

„Anstatt wirksame Maßnahmen gegen die Feinstaubbelastung z.B. im Verkehrsbereich zu treffen, will der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl die grüne Lunge der Stadt vernichten um ein ökologisch und ökonomisch höchst fragwürdiges Kraftwerk zu bauen. Wird das Kraftwerk gebaut, wird das die Feinstaubsituation sicherlich noch verschlimmern“, betont Brunner. Laut ExpertInnen würde die Rodung tausender Bäume entlang der Mur die Luftqualität in der steirischen Hauptstadt deutlich verschlimmern. Der Bau des Kraftwerks würde darüber hinaus entgegen den EU-Naturschutzvorgaben die ökologische Qualität der Mur von "gut" auf "mäßig" verschlechtern.

„Der Umstieg auf 100 Prozent erneuerbarer Energien ist eines der wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit. Wir Grüne wollen mehr Energiewende – inklusive Wasserkraft. Ich bin davon überzeugt, dass die Grüne Energiewende im Einklang mit Natur- und Gesundheitsschutz umgesetzt werden kann und muss. Mit klarer Strategie, Energieraumplanung und Bürgerbeteiligung schon im Planungsprozess ist es sicher möglich die richtigen Kraftwerke zu bauen“, betont Brunner.

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