Mückstein zum Regierungsprogramm: Wieder keine Verbesserungen bei psychotherapeutischer Versorgung

Grüne: Ohne Gesamtvertrag bleibt das System undurchsichtig

Wien (OTS) - „Das Thema Psychotherapie wurde im Regierungsprogramm wieder nur halbherzig angegangen. Solange es keinen Gesamtvertrag für Psychotherapie gibt, bleibt das System undurchsichtig und für die PatientInnen schwer zugänglich. Es ändert auch nichts daran, dass zu viele PatientInnen ihre Therapie privat zahlen müssen. Solange es keinen Gesamtvertrag gibt, gibt es auch keine Kostenerstattung bei Inanspruchnahme von WahlpsychotherapeutInnen. Das alte, nicht funktionierende System auszubauen und nur das Kontingent um 25 Prozent aufzustocken, macht also keinen Sinn. Kassenfinanzierte Psychotherapie ist eine Pflichtleistung der Kassen, die Krankenkassen sind verpflichtet, für eine ausreichende Versorgung für alle psychisch Kranken zu sorgen. Das würde derzeit eine Ausweitung um mindestens 100 Prozent bedürfen. Es ist daher inakzeptabel, dass das kassenfinanzierte Angebot weiterhin rationiert bleiben soll“, sagt die Gesundheitssprecherin der Grünen, Eva Mückstein.

Begrüßenswert sind laut Mückstein die Novellierung des Psychotherapiegesetzes bis Ende 2017, die angekündigte Lösung der Wartezeitenproblematik im Bereich CT/MRT bis Ende März, ebenso wie das PHC-Gesetz und die Stärkung der ambulanten fachärztlichen Versorgung. 

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