Industrie: Modernisierung des Arbeitsinspektorats muss echte Entlastung für Betriebe bringen

IV-GS Neumayer: Vorschläge rasch umsetzten – Bekenntnis zum Bürokratieabbau mit Leben füllen – Fokus auf Beratung stärken

Wien (OTS) - „Eine Modernisierung im Bereich Arbeitsinspektorat und Arbeitnehmerschutz sieht die Industrie positiv und sollte rasch umgesetzt werden. Sinnvoll ist dies aber nur, wenn es eine substanzielle Bürokratieentlastung für die Betriebe mit sich bringt. Das Bekenntnis der Regierung zur Eindämmung der Regulierungsflut und nachhaltigen Entlastung der Bürgerinnen bzw. Bürger und Unternehmen muss mit echtem Leben erfüllt werden“, so der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer, anlässlich der heutigen Pressekonferenz des Sozialministeriums zur Modernisierung des Arbeitsinspektorats.

„Österreichs Unternehmen sehen sich gerade auch beim Arbeitnehmerschutz im internationalen Vergleich einem Ausmaß an Bürokratie, Regulierung und Vorschriften gegenüber, das besorgniserregende Züge angenommen hat. Es braucht ein gründliches Durchforsten der Verordnungen, Regeln und Gesetze, um den Unternehmen die ohnehin vorhandene Zurückhaltung bei Investitionen zu nehmen. Bloße Absichtserklärungen reichen nicht aus, den Worten müssen rasch konkrete Taten folgen“, betonte Neumayer. Eine unübersichtliche Anzahl an teils veralteten Vorschriften würden Unternehmen, wie auch mittlerweile viele Arbeitsinspektoren selbst überfordern und gehe vielfach „völlig an der wirtschaftlichen Realität vorbei“.

„Gesetze und Verordnungen müssen auch praxistauglich vollzogen werden. Das Motto „Beraten statt strafen“ darf kein Lippenbekenntnis sein“, hielt Neumayer fest. Die Beratungstätigkeit der Arbeitsinspektion sei seit 2010 zurückgegangen. „Die Vorschriften zum Arbeitnehmerschutz sind kein Selbstzweck, sondern sollen das Schutzniveau erhöhen. Dieser sinnvolle Grundsatz wird teilweise jedoch ad absurdum geführt“, so der IV-Generalsekretär. „Es braucht klare und eindeutige Regeln, die für alle Beteiligten leicht zu verstehen und anzuwenden sind und einander nicht widersprechen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen ein sicheres Arbeitsumfeld vorfinden. Österreichs Industrie ist hier vorbildlich. Gleichzeitig brauchen die Betriebe praxistaugliche Rahmenbedingungen, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können und Jobs in Österreich zu sichern sowie neue zu schaffen“, betonte Neumayer abschließend.

Weitere Informationen: www.iv-net.at/medien

Rückfragen & Kontakt:

IV-Newsroom
+43 (1) 711 35-2306
newsroom@iv-net.at
www.iv-net.at/medien

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NPI0004