DOKeins: Premiere für preisgekrönte Doku „Scientology – Ein Glaubensgefängnis“ am 1. Februar in ORF eins

Einmalige Einblicke in die umstrittene Bewegung

Wien (OTS) - Bei der Emmy-Verleihung 2015 räumte der bereits vielfach ausgezeichnete US-Filmemacher Alex Gibney mit seinem Dokumentarfilm „Scientology – Ein Glaubensgefängnis“ Preise in drei Kategorien ab. Morgen, am Mittwoch, dem 1. Februar 2017, um 20.15 Uhr in ORF eins ist die außergewöhnliche Produktion als „DOKeins“-Premiere zu sehen. Der Film beleuchtet die Entwicklung der Scientology-Gemeinde – von den Ideen des geistigen Vaters L. Ron Hubbard bis hin zur enormen Popularität in Hollywood und darüber hinaus –, veröffentlicht u. a. schockierende Enthüllungen von ehemaligen Insidern sowie berühmten Mitgliedern und gibt einmalige Einblicke in das Universum der umstrittenen Bewegung . Es ist eine Geschichte über systematischen Missbrauch, Ausbeutung, Machtgier und willenlose Ergebenheit, der einige große Stars wie John Travolta oder Tom Cruise verfallen sind.

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In den USA, aber auch in Teilen Europas wird Scientology offiziell als Religionsgemeinschaft anerkannt. Auf der anderen Seite gibt es viele Staaten, die die Bewegung als gefährliche Sekte einstufen. Wie gefährlich ist Scientology wirklich? In Deutschland ermittelt der Verfassungsschutz wegen des „begründeten Verdachts auf verfassungsfeindliche Bestrebungen“. In Österreich wird Scientology als „gemeinnützige Institution“ geführt, die von der Steuer befreit ist. Hierzulande soll die „Kirche“ mehrere hundert aktive Mitglieder haben. Immer wieder ist die Rede davon, dass sie über geheimdienstähnliche Strukturen verfügt.

Die Bewegung wirbt mit spiritueller Erkenntnis und erhebt Anspruch auf universale Weisheit für ihre „Gläubigen“, ist aber gleichzeitig ein milliardenschweres Unternehmen mit einflussreichen Mitgliedern aus den Bereichen Politik, Wirtschaft und Unterhaltung. Weltstars wie Tom Cruise und John Travolta bekennen sich offen zu Scientology. Gegen die Preisgabe von internen Informationen wehrt man sich mit allen Mitteln. Allein um die Veröffentlichung dieses Films zu ermöglichen, war die Konsultation mehrerer Anwälte nötig.

„Scientology – Ein Glaubensgefängnis“ basiert auf Lawrence Wrights literarischem Bestseller „Going Clear“, der mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet wurde. Die Dokumentation verfolgt die Anfänge der Bewegung unter ihrem spirituellen Gründer L. Ron Hubbard und führt schrittweise in die Gegenwart, die vom aktuellen Scientology-Oberhaupt David Miscavige bestimmt wird. Exmitglieder geben brisante Details preis, erzählen von ihrer anfänglichen Faszination für die Bewegung und von den merkwürdigen Praktiken, denen sich die „Gläubigen“ unterziehen müssen. Das Publikum erhält Einblicke in die strenge Hierarchie und erfährt von den drastischen Maßnahmen, zu denen die „Kirche“ greift, um Mitglieder hörig zu machen. Nach und nach wird klar, dass sich selbst gefestigte, erfolgreiche Persönlichkeiten von einer Ideologie gefangen nehmen lassen, aus der man sich nur schwer wieder befreien kann.

Zu Wort kommen einflussreiche Leute mit Scientology-Vergangenheit, darunter der international bekannte Regisseur Paul Haggis („L. A. Crash“), die frühere rechte Hand des aktuellen Scientology-Oberhauptes, Marty Rathbun, oder der ehemalige Pressesprecher Mike Rinder. Zudem berichten erfahrene Scientology-Experten von ihren langjährigen Recherchen. Gezeigt werden auch Interview-Ausschnitte der Hollywoodstars Tom Cruise und John Travolta, in denen sie sich zu ihrer „Religion“ bekennen. Die Dokumentation blickt hinter die Kulissen einer sich selbst feiernden Organisation, die ursprünglich aus einem einzigen Grund ins Leben gerufen wurde: Profit.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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