Tourismus – LR Gerhard Köfer zeigt geplante „Zwangsfusionierung“ von Oberkärntner Regionen auf

Klagenfurt (OTS) - Klar gegen die im Raum stehende Verordnung, die die Zwangsfusionierung der Regionen Millstätter See, Bad Kleinkirchheim und Lieser-Maltatal vorsieht, spricht sich heute Landesrat Gerhard Köfer (Team Kärnten) aus: „Es kann nicht sein, dass die Politik, allen voran VP-Landesrat Benger, die erwähnten Regionen zu unnötiger Eile drängt und diese „Verschmelzung“ von oben herab anordnen möchte.“ Köfer zeigt auf, dass rund um diese Zusammenführungsmaßnahme noch eine dramatisch hohe Anzahl an offenen Fragen bestehe: „Welche Markenstrategie wollen diese drei Regionen gemeinsam verfolgen? Wie wird das zukünftige Marketing ausgerichtet sein? Hat diese Zusammenführung überhaupt einen wirtschaftlichen Sinn? Wer trägt die Kosten für Gesellschaftsauflösungen und die notwendigen Neugründungen? All das ist, laut internen Informationen, bis heute nicht umfassend geklärt“, betont Köfer, der von einem „Überfahren“ der Betroffenen spricht. Zudem weiß Köfer davon zu berichten, dass es gegen die Zusammenlegung in nahezu allen betroffenen Regionen Widerstände und lautstark geäußerte Kritik gibt:
„Der Millstätter See, Bad Kleinkirchheim und das Lieser-Maltatal verfügen über verschiedene Herkunftsmärkte, andere betriebliche Strukturen und komplett unterschiedliche Haupt-Buchungsgründe.“

Wie Köfer weiter ausführt, sei die Zusammenführung von der Grundintention her zu begrüßen, jedoch sei die gewählte Vorgangsweise, laut einem Insider, völlig dilettantisch: „Durch die Zwangsfusionierung werden die langjährig aufgebauten Alleinstellungsmerkmale jeder Region deutlich verwässert. Darüber hinaus braucht es, wenn man Expertenmeinungen Glauben schenkt, zwischen fünf und sieben Jahre, bis sich eine neue Marke erfolgreich etablieren kann.“ Köfer verlangt von Tourismusreferent Benger, öffentlich darzulegen, warum diese Zusammenlegung so überfallsartig umgesetzt werden soll: „Nur weil sich Teile der ÖVP das so wünschen ist das für mich keine ernstzunehmende und eine keinesfalls zu akzeptierende Begründung.“

Köfer pocht abschließend darauf, die geplanten Fusionierungspläne für alle betroffenen Tourismusbetriebe vollinhaltlich offenzulegen. „Die Verehelichung dieser Regionen muss ein konsensualer und konstruktiv geführter Prozess und keine vom Arnulfplatz aus gesteuerte Drangsalierung sein. Die Regionen müssen zuerst von den Personen her zusammenfinden, gemeinsam Ziele und Visionen definieren und einen gemeinsamen Nenner finden. Das ist bis dato nicht passiert, darüber hinaus liegen zu viele Stolpersteine im Weg.“

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