uniko sieht in Regierungsprogramm „echten Gestaltungswillen"

Präsident Vitouch begrüßt Bekenntnis der Koalition zu Studienplatzfinanzierung

Wien (OTS) - Die österreichische Bundesregierung hat ein gemeinsames Arbeitsprogramm vorgelegt, das nach Ansicht der Österreichischen Universitätenkonferenz (uniko) im Bereich der Universitäten „echten Gestaltungswillen“ erkennen lässt: Maßnahmen zur Verbesserung der Studienbeihilfe und der sozialen Durchmischung, die mit grundlegenden Schritten für eine höhere Studienqualität und bessere Betreuungsrelationen einhergehen. Wenn die Bundesregierung ihr jüngstes Bekenntnis zur Implementierung einer Studienplatzfinanzierung, mit Meilensteinen im Juni und Oktober 2017, in die Tat umsetzt, dann wäre dies nach den Worten von uniko-Präsident Oliver Vitouch „der größte hochschulpolitische Wurf seit langem“.

Die uniko hatte sich bereits 2010/11 aktiv an der Gestaltung eines solchen Modells beteiligt. „Wenn jetzt Finanzierung und Rahmenbedingungen sichergestellt werden, dann wird ein 30 Jahre schwelendes Problemfeld konstruktiv gelöst – eine sachpolitische Sensation“, betont der Präsident der uniko. Er verweist darauf, dass Bundeskanzler Christian Kern bei der Präsentation des Arbeitsprogramms „Für Österreich“ erklärt hat, es würden nur „Maßnahmen, die tatsächlich finanzierbar sind“, vereinbart. Der Einstieg in die Studienplatzfinanzierung ist somit ein additives Element jenes Drei-Jahres-Budgets, das der zuständige Wissenschaftsminister und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner gemeinsam mit dem Finanzminister bis Ende 2017 für die universitäre Leistungsvereinbarungsperiode 2019 bis 2021 sicherstellt.

„Wenn sich die gesamte Bundesregierung zu einer höheren Studienqualität und besseren Betreuungsverhältnissen sowie zu einer besseren sozialen Durchmischung der Studierenden bekennt, dann findet das die ungeteilte Zustimmung aller Rektorate“, erklärt der uniko-Präsident. Die Spitzen der Koalition dokumentierten damit, dass die frustrierende Pattsituation in der Frage des Universitätszugangs und seiner Finanzierung endlich der Vergangenheit angehöre. Eine Studienplatzfinanzierung, in Verbindung mit Aufnahmeverfahren und Förderprogrammen, ist nach den Worten Vitouchs die Voraussetzung dafür, Österreichs Universitäten im internationalen Wettbewerb wieder an die Spitze zu bringen: „Die Regierung ist offensichtlich gewillt, mit beherzter Ernsthaftigkeit zu punkten. Mit alten Zöpfen gewinnt man keinen Blumentopf, mit konkreten Lösungsansätzen und deren gezielter Umsetzung gewinnt man die Zukunft.“

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