• 31.01.2017, 10:32:51
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AK-Wieser: Skigebiete sollen Versicherungsschutz anbieten

Unfälle im alpinen Gelände können für Betroffene extrem teuer werden

Utl.: Unfälle im alpinen Gelände können für Betroffene extrem teuer
werden =

St. Pölten (OTS) - Jährlich verletzen sich tausende
WintersportlerInnen so schwer, dass sie von der alpinen Rettung oder
mit dem Hubschrauber geborgen und ins Spital gebracht werden. Für die
Betroffenen entstehen dabei immer wieder horrende Kosten, wenn sie
nicht extra versichert sind. „Die Skiorte sollten mit der Liftkarte
auch eine Bergekostenversicherung anbieten“, schlägt AK
Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser vor.

Für österreichweit rund 60.000 WintersportlerInnen pro Saison endet
das weiße Vergnügen mit einem Unfall. Glücklich kann sich dabei
schätzen, wer den Weg zur Talstation oder ins Spital noch aus eigener
Kraft schafft oder speziell für einen derartigen Unfall versichert
ist. Berge- und Transportkosten im alpinen Gelände werden nämlich nur
bei medizinischer Notwendigkeit von den Krankenkassen übernommen. Bis
zu 4.000 Euro und mehr kostet etwa ein Hubschraubereinsatz. Im
Vorjahr mussten die Rettungshubschrauber über 2.000 Mal ins alpine
Gelände ausrücken. Bedingt die Bergung auch noch einen erhöhten
personellen und zeitlichen Aufwand, bewegen sich die Kosten schnell
im zweistelligen Tausender-Bereich. Während der Einsatz der
Flugrettung im Flachland durch eine Vereinbarung zwischen
Sozialversicherung und den Flugrettungsbetreibern aus dem Jahr 2015
klar geregelt ist und die Krankenkassen die Kosten dafür übernehmen,
klafft im alpinen Gelände weiterhin eine Versicherungslücke.

Die Arbeiterkammer Niederösterreich rät daher seit Jahren
SkifahrerInnen, SnowboarderInnen und Co., sich vor dem
Pistenabenteuer entsprechend zu versichern beziehungsweise sicher zu
stellen, dass Bergekosten für Sport- und Touristikunfälle in ihrer
bestehenden Versicherung inkludiert sind. Manche Skiorte bieten mit
dem Kauf eines Skipasses bereits eine Bergekostenversicherung an. Das
sollte nach Ansicht von AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB
NÖ-Vorsitzenden Markus Wieser zum Standard gehören: „Es sollte in
allen Skiorte möglich sein, mit dem Skipass eine freiwillige
kostengünstige Versicherung anzubieten“, so Wieser.

Übrigens: Mitgliedschaften beim Alpenverein oder bei den
Naturfreunden beinhalten einen Versicherungsschutz für Bergekosten,
Automobilklubs bieten einen solchen als Zusatzvariante an. Häufig
gibt es auch bei Kreditkarten eine entsprechende Zusatzversicherung.

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