AK-Wieser: Skigebiete sollen Versicherungsschutz anbieten

Unfälle im alpinen Gelände können für Betroffene extrem teuer werden

St. Pölten (OTS) - Jährlich verletzen sich tausende WintersportlerInnen so schwer, dass sie von der alpinen Rettung oder mit dem Hubschrauber geborgen und ins Spital gebracht werden. Für die Betroffenen entstehen dabei immer wieder horrende Kosten, wenn sie nicht extra versichert sind. „Die Skiorte sollten mit der Liftkarte auch eine Bergekostenversicherung anbieten“, schlägt AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser vor.

Für österreichweit rund 60.000 WintersportlerInnen pro Saison endet das weiße Vergnügen mit einem Unfall. Glücklich kann sich dabei schätzen, wer den Weg zur Talstation oder ins Spital noch aus eigener Kraft schafft oder speziell für einen derartigen Unfall versichert ist. Berge- und Transportkosten im alpinen Gelände werden nämlich nur bei medizinischer Notwendigkeit von den Krankenkassen übernommen. Bis zu 4.000 Euro und mehr kostet etwa ein Hubschraubereinsatz. Im Vorjahr mussten die Rettungshubschrauber über 2.000 Mal ins alpine Gelände ausrücken. Bedingt die Bergung auch noch einen erhöhten personellen und zeitlichen Aufwand, bewegen sich die Kosten schnell im zweistelligen Tausender-Bereich. Während der Einsatz der Flugrettung im Flachland durch eine Vereinbarung zwischen Sozialversicherung und den Flugrettungsbetreibern aus dem Jahr 2015 klar geregelt ist und die Krankenkassen die Kosten dafür übernehmen, klafft im alpinen Gelände weiterhin eine Versicherungslücke.

Die Arbeiterkammer Niederösterreich rät daher seit Jahren SkifahrerInnen, SnowboarderInnen und Co., sich vor dem Pistenabenteuer entsprechend zu versichern beziehungsweise sicher zu stellen, dass Bergekosten für Sport- und Touristikunfälle in ihrer bestehenden Versicherung inkludiert sind. Manche Skiorte bieten mit dem Kauf eines Skipasses bereits eine Bergekostenversicherung an. Das sollte nach Ansicht von AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzenden Markus Wieser zum Standard gehören: „Es sollte in allen Skiorte möglich sein, mit dem Skipass eine freiwillige kostengünstige Versicherung anzubieten“, so Wieser.

Übrigens: Mitgliedschaften beim Alpenverein oder bei den Naturfreunden beinhalten einen Versicherungsschutz für Bergekosten, Automobilklubs bieten einen solchen als Zusatzvariante an. Häufig gibt es auch bei Kreditkarten eine entsprechende Zusatzversicherung.

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AK Niederösterreich Sozialrecht, Josef Fraunbaum,
Tel.: 057171-22045

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