FSG-Jugend begrüßt Vorstoß der Regierung, mit Sozialpartnern an einem Strang zu ziehen

Anhebung des Mindestlohns muss aber auch Anhebung der Mindestlehrlingsentschädigung heißen

Wien (OTS) - „Es ist zu begrüßen, dass alle ArbeitnehmerInnen – ob FacharbeiterInnen, Angestellte oder BeamtInnen – mindestens 1.500 Euro brutto pro Monat für Vollzeitarbeit verdienen sollen. Für diesen Zwischenschritt bis zu den von den Gewerkschaften geforderten 1.700 Euro werden wir unseren Beitrag leisten“, sagt Mario Drapela, Jugendvorsitzender der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) im ÖGB, in Reaktion auf das Arbeitsprogramm der Bundesregierung 2017/2018.++++

„Leider wird aber auf die Anhebung der kollektivvertraglichen Mindestlehrlingsentschädigung für das erste Lehrjahr immer wieder vergessen. Viele der Lehrlinge in Österreich sollen die FacharbeiterInnen von morgen werden. Aber immer weniger Jugendliche wenden sich einer Ausbildung zu, wenn sie als HilfsarbeiterIn mehr bekommen als ein Lehrling“, berichtet Drapela aus der unrühmlichen Praxis.

Derzeit gebe es noch Lehrlingsentschädigungen im ersten Lehrjahr von unter 400 Euro brutto pro Monat. Die FSG-Jugend fordert für Lehrlinge 700 Euro brutto pro Monat. Das sind rund 40 Prozent des von den Gewerkschaften geforderten Mindestlohns von 1.700 Euro brutto pro Monat. Das sei eine bisher üblicherweise angewandte Berechnungsformel.

„Wer Ja sagt zur Anhebung des kollektivvertraglichen Mindestlohns, muss gleichzeitig auch Ja zur Anhebung der kollektivvertraglichen Mindestlehrlingsentschädigung sagen“, fordert Drapela und sagt weiter: „Die Jugendlichen dürfen beim Thema Mindestlohn nicht auf der Strecke bleiben, so wie es in Deutschland passiert ist.“

Die Forderung nach einer Anhebung der Mindestlehrlingsentschädigung müsse daher im Einklang mit der stufenweisen Anhebung des Mindestlohns klar aus dem Arbeitsprogramm der Regierung hervorgehen und in die Verhandlungen der Sozialpartner mit einfließen. „Gehen wir also den österreichischen Weg und vergessen wir nicht auf die Lehrlinge, welche die Facharbeiterinnen und Facharbeiter von Morgen sind", sagt Drapela.

Lob von der FSG-Jugend kommt für die Kostenübernahme für den Vorbereitungskurs auf die Lehrabschlussprüfung sowie für den Ausbau der Sprachkurse für Lehrlinge. Von der Kostenübernahme sollen laut Arbeitsprogramm zusätzlich 3.000 Lehrlinge pro Jahr profitieren.

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Bundesjugendvorsitzender Mario Drapela
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E-Mail: m.drapela@gmx.at

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