ÖH zur Hochschulpolitik des Regierungsprogramms

Sitzung Zukunft Hochschule für Rechtswissenschaften heute

Wien (OTS) - Im aktuellen Regierungsprogramm ist eine Änderung für den Hochschulsektor enthalten. Es sollen weitere Zugangsbeschränkungen eingeführt werden, im Gegenzug soll endlich die Studienbeihilfe ausgebaut werden. “Zugangsbeschränkungen einzuführen um die Absolvent_innenzahl zu erhöhen, zeugt jedoch von fehlendem Verständnis der Probleme des Hochschulsektors”, so Philip Flacke vom Vorsitzteam der Österreichischen Hochschüler_innenschaft (ÖH).

Wie aus internen Quellen bekannt wurde, soll das Rechtswissenschaftsstudium als eines der nächsten Studien zugangsbeschränkt werden. Die Studienplätze sollen gemessen an der Absolvent_innenzahl mit einem Faktor 1,2 beschränkt werden. Dann würden jährlich tausende Studienwerber_innen vom Rechtswissenschaftenstudium abgehalten werden. “Eine Zugangsbeschränkung kommt selten alleine, wie wir in der Vergangenheit mehrfach gesehen haben. Die Folge der Zugangsbeschränkung in Rechtswissenschaften sind schleichende Beschränkungen in allen anderen Studien, die ohne Gesamtkonzept untragbar sind”, so Flacke weiter.

Die Universitätenkonferenz möchte ebenfalls eine Beschränkung berechnet an der Absolvent_innenzahl mal 1,2. Das führt nicht zu einer höheren Absolvent_innenzahl, die von allen gewünscht ist, sondern bringt den gegenteiligen Effekt. Außerdem führt eine Zugangsbeschränkung zu einer schlechten sozialen Durchmischung, sehr deutlich ist das in Medizin. “Warum schaffen so viele Studierende, die sowieso eine Hochschulreife als Voraussetzung mitbringen müssen, ihr Studium nicht? Sicher nicht, weil die Qualität und Betreuung im Studium so gut sind, vielleicht wäre aber das genau der Punkt, an dem angesetzt werden sollte”, kritisiert Flacke.

Die ÖH fordert seit Jahren eine bessere Orientierung vor dem Studium, damit die Auswahl der über 2000 verschiedenen Studienrichtungen leichter fällt. “Wir fordern eine Aufwertung der Zentralmatura, die nichts mehr wert ist, wenn man damit nicht studieren kann, sondern wieder Tests bestehen muss, um studieren zu können”, so Flacke abschließend.

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