„kreuz und quer“: „Die Frauen der russischen Oligarchen“ und „Stille über der Stadt – Die Turmeremiten“

Am 31. Jänner ab 22.35 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Von der Hochzeit mit einem Märchenprinzen träumen auch im 21. Jahrhundert noch viele Frauen. Sie sehnen sich nach einem Leben in Luxus an der Seite eines erfolgreichen Mannes. Doch oft enden solche Träume in einem Alptraum, wie „kreuz und quer“ – präsentiert von Christoph Riedl-Daser – am Dienstag, dem 31. Jänner 2017, um 22.35 Uhr in ORF 2 in der Dokumentation „Die Frauen der russischen Oligarchen“ von Alexander Gentelev am Beispiel dreier Frauen zeigt.

Um 23.25 Uhr beschreibt Julia Wallnöfers Film „Stille über der Stadt – Die Turmeremiten“, was in Menschen vor sich geht, die eine Woche lang – vollkommen zurückgezogen und abgeschieden – ein Eremiten-Dasein erleben. Dabei interessieren sie folgende Fragen: Was macht den Reiz aus? Weshalb sehnt sich der Mensch von heute nach Rückzug aus dem gewohnten Leben? Warum will er für eine Woche ausbrechen und das Eremiten-Dasein erproben? Was verändert sich nach einer Woche Abgeschiedenheit? Sind das die neuen Angebote, mit denen die Kirche punkten kann?

„Die Frauen der russischen Oligarchen“ – Ein Film von Alexander Gentelev (deutsche Bearbeitung: Rosemarie Pagani-Trautner)

Natalia Potanina war 30 Jahre lang mit Vladimir Potanin verheiratet, dem reichsten Mann Russlands. Geheiratet haben sie bereits während der Studienzeit, gemeinsam haben sie den Aufstieg in die Welt der Reichen geschafft. Denn Vladimir Potanin zählt zu den Oligarchen, jenen Russen, die enorm vom Zusammenbruch des kommunistischen Sowjetstaates profitierten. Auf dem Höhepunkt seiner Macht teilte Potanin seiner Ehefrau mit, dass er sich von ihr scheiden lassen werde. In der Folge kam es zu einem erbitterten Rosenkrieg um Geld und Besitztümer, denn der Multimilliardär verweigerte seiner Ex-Frau den ihr zustehenden Teil seines Vermögens.

Alyona Nova war ebenfalls viele Jahre mit einem Oligarchen verheiratet und genoss ein Leben in Luxus. Auch sie wurde wegen einer jüngeren Frau verlassen. Doch sie hat es aus eigener Kraft geschafft, sich eine Existenz aufzubauen. Mittlerweile betreibt sie einen renommierten Nachtclub in Moskau und lebt mit einem zwar nicht so reichen, dafür umso liebevolleren Mann zusammen.

Maria „Mascha“ Sobol wohnt in ärmlichen Verhältnissen bei ihren Großeltern auf dem Land. Das bildhübsche Mädchen träumt von der Hochzeit mit einem Märchenprinzen, der sie auf Händen tragen und ihr jeden Wunsch von den Augen ablesen wird, egal wieviel das kostet. Sie beschließt, die dörfliche Abgeschiedenheit zu verlassen, und geht nach Moskau. Dort will sie als Model arbeiten und in speziellen Kursen lernen, wie man sich einen Millionär angelt. Fast scheint das Märchen Realität zu werden, doch dann erlebt sie eine bittere Enttäuschung und kehrt – ohne Mann und ohne Job – wieder zu ihren Großeltern zurück.

„Stille über der Stadt – Die Turmeremiten“ – Ein Film von Julia Wallnöfer

Eine Woche in absoluter Stille allein in einem acht Quadratmeter kleinen Raum im Turm des Linzer Mariendoms verbringen – 65 Meter über der Stadt. 2009 war Linz europäische Kulturhauptstadt. Es gab Hunderte einzelne Projekte, doch nur eines hat sich bis heute gehalten: der „Turmeremit“ in der Turmspitze des Linzer Mariendoms. Der Grund: der große Andrang. Bereits im ersten Jahr wollten sich mehr als 200 Menschen – vom Exmanager über die Studentin, den Musiker bis hin zum Pensionisten – eine Woche lang Auszeit vom Alltag nehmen und sich dafür in der „Turmstube“ einquartieren.

„Ich treffe damit den Nerv der Zeit“, meint der Initiator des Projektes, Hubert Nitsch. Für den 42-jährigen Kunstreferenten der Diözese Linz ist dabei vor allem eines wichtig: „Ich wollte Kirche sichtbar machen. Kirche hat die Räume der Stille und Kirche gewährleistet Seelsorge.“ Für die Stille sorgen die neu eingerichtete Turmstube und der mächtige Mariendom, die größte Kirche Österreichs. Die Seelsorge der Turmeremiten übernehmen Frauen und Männer des Referats für Spiritualität der Diözese Linz, die täglich eine Stunde zum geistlichen Begleitungsgespräch einladen.

Die Dokumentation zeigt Erich Lindner, einen 68-jährigen Exmanager, bei seiner Woche im Turm. Er versteht die eigene Eremitage als weiteren Schritt der Trauerarbeit. Vor mehr als zehn Jahren ist seine Frau gestorben und für ihn damit eine Welt zusammengebrochen. „Mein Leben, das war mein Leben mit meiner Frau“, meint er. Wie erlebt er die sieben Tage in Einsamkeit und Stille?

Auch Initiator Hubert Nitsch kommt zu Wort. Außerdem berichten vier Ex-Turmeremiten über ihre Erfahrungen. Esther Strauß, 24-jährige Künstlerin, sagt als jüngste Turmeremitin, sie habe in dieser Woche die Zeit vollkommen vergessen können. Erich Wimmer, 44-jähriger Musiklehrer und Schriftsteller, hat im Dom ein Konzert für sich ganz allein gegeben und seine Erlebnisse in einem Buch zusammengefasst. Die 55-jährige Hoteldirektorin Inge Windischhofer hat kurz vor ihrer Pensionierung über die wirklich wichtigen Dinge im Leben nachgedacht. Werner Pallausch ist mit 82 Jahren der älteste Turmeremit. Er kennt die Turmstube noch aus dem Zweiten Weltkrieg. Damals war sie ein einfacher Bretterverschlag. In luftiger Höhe hielt er damals als 13-jähriger Flugbeobachter Ausschau nach feindlichen Fliegern und meldete Bombentreffer in der Stadt.

Der Film „Stille über der Stadt – Die Turmeremiten“ zeigt, was in Menschen vor sich geht, die eine Woche lang – vollkommen zurückgezogen und abgeschieden – Eremiten-Dasein erleben. Was macht den Reiz aus? Weshalb sehnt sich der Mensch von heute nach Rückzug aus dem gewohnten Leben? Will eine Woche ausbrechen und das Eremiten-Dasein erproben? Was verändert sich nach einer Woche Abgeschiedenheit? Sind das die neuen Angebote, mit denen die Kirche punkten kann?

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