„Thema“ am 30. Jänner: Endstation Terror – wenn Jugendliche radikal werden

Außerdem: Tödliche Gasexplosion wegen Delogierung?

Wien (OTS) - Christoph Feurstein präsentiert in „Thema“ am Montag, dem 30. Jänner 2017, um 21.10 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Endstation Terror – wenn Jugendliche radikal werden

800 schwerbewaffnete Polizisten schlagen Donnerstagfrüh in Wien und Graz gleichzeitig zu. Elf Männer und drei Frauen werden festgenommen. Sie sollen einem Netzwerk der Terrororganisation IS angehören. Vor einer Woche hat die Festnahme des 17-jährigen Lorenz K. für Aufregung gesorgt. Hatte er tatsächlich einen Terroranschlag in Wien geplant? Nun ist er wieder im Gefängnis, wo der junge Mann schon einmal radikalisiert wurde, wie sein Anwalt sagt. Was wird hinter Gittern getan, um junge Häftlinge davor zu schützen? Was tut die Gesellschaft, um Radikalisierung zu verhindern? „Ich wäre fast in falsche Kreise geraten, habe aber noch rechtzeitig den Absprung geschafft“, erzählt ein 16-jähriger Afghane. „Die Strukturen kommen ihren Aufgaben nicht nach. Die radikalen Netzwerke wirken weiter“, sagt Ercan Nik Nafs von der Wiener Kinder- und Jugendanwaltschaft. Christoph Feurstein, Katharina Krutisch, Christoph Bendas und Christian Zechner haben recherchiert.

Tödliche Gasexplosion wegen Delogierung?

War es ein Unfall oder war es eine Verzweiflungstat? Als ein Gerichtsvollzieher von einem Schlosser eine Wohnungstüre in Wien-Hernals öffnen lässt, kommt es zu einer gewaltigen Explosion. Der Hausverwalter, der ebenfalls vor der Tür stand, wird getötet. Mehrere Menschen, unter ihnen ein Baby, werden verletzt. Der 55-jährige Mieter war seit einem Jahr mit der Miete im Rückstand. Die Delogierung war angekündigt. Hat der Mann die Explosion absichtlich ausgelöst? Er liegt im Krankenhaus und wurde festgenommen. Christoph Seibel berichtet.

Mütter klagen an – Missstände in der Geburtenklinik

„Vanessa war ganz blau, sie hat Arme und Beine hängen lassen“, erinnert sich Stefanie Zefferer an die Geburt ihrer Tochter in der Diakonissen-Klinik in Schladming. Vanessa wird bald sieben Jahre alt. Sie kann nicht gehen, nicht sprechen und nicht aufrecht sitzen. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft, ob bei der Geburt Fehler gemacht wurden. „Die Hebamme hätte früher einen Gynäkologen beiziehen müssen“, sagt die Anwältin der Familie, Karin Prutsch. Sie vertritt bereits fünf Familien, die der Klinik ähnliche Vorwürfe machen. Vor eineinhalb Jahren hat „Thema“ über das Ehepaar Baumgartner berichtet, deren Neugeborenes wenige Tage nach der Geburt an der Klinik in Schladming gestorben ist. Christian Zechner ist drangeblieben.

Die Holaubek-Mädels – 50 Jahre Polizistinnen im Einsatz

Sie waren die ersten Frauen, die als Polizistinnen auf den Straßen Wiens unterwegs waren. Die „Holaubek-Mädels“, benannt nach dem legendären Wiener Polizeipräsidenten Josef „Joschi“ Holaubek, begannen am 3. Februar 1967 ihren Dienst. „Wir durften ja nur den Verkehr regeln und Strafzettel ausstellen, das Tragen von Waffen war uns nicht erlaubt“, erinnert sich Maria Kainzmayer an die damalige Zeit. Sie und 35 Kolleginnen haben damals die „Männerbastion Polizei“ gestürmt und damit für großes Aufsehen gesorgt. Besonders war die Öffentlichkeit daran interessiert, wie die Uniformen ausschauen und ob die Röcke – Hosen waren den Frauen damals nicht gestattet – eher kürzer oder länger ausfallen werden. Einige der Veteraninnen halten bis heute Kontakt zueinander. Peter Baminger hat sie und Polizistinnen von heute getroffen.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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