Tanja Wehsely (SPÖ): „Unsere Wiener Jugendlichen vor Extremisten schützen“

Mit dem Netzwerk „Deradikalisierung und Prävention“ nimmt Wien eine Vorreiterrolle ein

Wien (OTS) - Wien hat schon 2014 das Netzwerk „Deradikalisierung und Prävention“ ins Leben gerufen. „Wir schützen die jungen WienerInnen vor Extremisten“, sagt SP-Gemeinderätin Tanja Wehsely, Vorsitzende des Netzwerks. „Wien hat als einzige Stadt in Europa eine umfassende Strategie für demokratische Kultur erarbeitet.“

Das Wiener Netzwerk „Deradikalisierung und Prävention“ umfasst die zuständigen Geschäftsgruppen, die Wiener Kinder- und Jugendanwaltschaft, den Stadtschulrat für Wien sowie die Magistratsabteilungen 10, 11, 13 und 17. Hinzu kommen unter anderem Einrichtungen wie die Polizei, das AMS Wien Jugendliche, der Verein „Neustart“ und der Förderungsfonds waff. Angesiedelt ist das Netzwerk in der Kinder- und Jugendanwaltschaft. Durch engen fachlichen Austausch, Aufbau von Expertisen, Schulungen und engagierten Einsatz tausender PädagogInnen und JugendarbeiterInnen finden Jugendliche Halt und Anerkennung.

Zwtl.: Wer wachsam ist, erkennt radikale Tendenzen früher =

ExpertInnen sollen dazu beitragen, dass sich auch nach Wien zugewanderte und geflüchtete Jugendliche vom ersten Tag an als vollwertige Mitglieder der Gesellschaft begreifen. Das ist der Schlüssel zu einem respektvollen und friedlichen Zusammenleben. „Es geht um Anerkennung und gegenseitigen Respekt“, betont Wehsely. „Wer wachsam ist und radikale Tendenzen schon früh erkennt, hat später eine Sorge weniger.“ Österreich braucht keine schärferen Gesetze, sondern mehr PolizistInnen, LehrerInnen und SozialarbeiterInnen. Der kürzlich festgenommene Jugendliche, der einen Anschlag in Wien geplant haben soll, ist offenbar im Gefängnis radikalisiert worden. Die Jugendstrafanstalt in der Josefstadt ist nicht zeitgemäß. Es braucht eine moderne Einrichtung mit mehr Personal im Sozialbereich.

Zwtl.: Erwartbares Desinteresse der Opposition =

Im Zuge der Diskussion um straffällige ZuwanderInnen verfällt die Opposition gleichwohl in alte Muster. Die FPÖ lehnt Integrationsförderung kategorisch ab und wacht erst beim Thema Sicherheit auf. Und bei der ÖVP weiß die linke Hand nicht, was die Hand rechtsaußen tut. Wehsely: „Wenn ÖVP-Stadtrat Blümel auch für schnellere Verfahren und rasche Rückführung ist, sollte er bei seinem Parteikollegen im Außenministerium vorstellig werden. Schließlich liegen derartige Maßnahmen nicht im Aufgabenbereich der Stadt, sondern in der Zuständigkeit von Minister Sebastian Kurz.“ Der ehemalige Jugendbeauftragte der ÖVP macht derzeit europaweit PR in eigener Sache. „Er sollte sich lieber darauf besinnen, dass er auch für Integration verantwortlich ist. Die Wiener Expertinnen und Experten bieten ihm gerne ihre Hilfe in diesem wichtigen Fachbereich an“, lässt Wehsely abschließend ausrichten.

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