Berger-Krotsch (SPÖ)/Huemer (Grüne): Schmerzensgeld für Vergewaltigungsopfer ist unerlässlich

Psychisches Leid nach Vergewaltigung muss im vollen Umfang rechtlich anerkannt werden - Einstimmiger Beschluss im Wiener Gemeinderat - Bund muss handeln

Wien (OTS/SPW-K) - „Gewalt ist eine Menschenrechtsverletzung. Es ist daher nur gut und recht, wenn das psychische Leid, welches Vergewaltigungsopfer erfahren, in vollem Umfang anerkannt wird“, so die Frauensprecherinnen Nicole Berger-Krotsch (SPÖ) und Barbara Huemer (Grüne). Bis heute werden Opfer von Vergewaltigungen aus rechtlicher Sicht mehrheitlich benachteiligt. Der Grund: Nicht immer gilt eine Vergewaltigung als schwere Körperverletzung.

„Durch die derzeitige Formulierung des § 6a im Verbrechensopfergesetz (VOG) ist der Großteil der Vergewaltigungsopfer ausgeschlossen. Das ist der Fall, da bei Vergewaltigungen häufig Verletzungen, wie Hautabschürfungen, Prellungen oder Quetschungen entstehen. All diese Verletzungen gelten im rechtlichen Sinne nicht als schwere Körperverletzungen. Selbst 'einfache' Knochenbrüche sind keine Körperverletzungen im Sinne des § 84 im Strafgesetzbuches (StGB)“, sind die beiden Frauensprecherinnen entsetzt. "Es kann nicht sein, dass Vergewaltigungen heruntergespielt werden, nur weil sich die körperlichen Verletzungen in Grenzen halten."

Berger-Krotsch und Huemer stellen daher klar: „Der rechtliche Umgang mit sexualisierter Gewalt muss klar vermitteln, dass diese Gewalttaten in unserer Gesellschaft nicht toleriert werden. Täterinnen und Täter müssen ausnahmslos zur Verantwortung gezogen und Opfer unterstützt werden. Die Justiz ist für die Durchsetzung der Opferrechte zuständig und trägt hier Betroffenen gegenüber eine große Verantwortung. Wir fordern daher klare Regeln, die auch psychisches Leid nach einer Vergewaltigung im vollen Umfang rechtlich anerkennen“

Auf Initiative von Rot-Grün kam es daher zu einem Allparteienantrag im gestrigen Wiener Gemeinderat. Dieser wurde einstimmig angenommen.

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