Kurt Wagner (SPÖ): Sonja Wehsely hat hart verhandelt und viel weitergebracht

Das Gesundheitsressort ist bei Sandra Frauenberger auch weiterhin in guten Händen

Wien (OTS) - „Wir verlieren eine Stadträtin, mit der man trefflich streiten konnte“, zieht SP-Gemeinderat Kurt Wagner ein Fazit über die Amtszeit von Sonja Wehsely. „Sie war nie konfliktscheu und ist keiner Diskussion ausgewichen“, fügt der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses hinzu. „Man hat ihr nichts geschenkt. Sie ihren Verhandlungspartnern auch nicht. Bei all dem habe ich eines bewundert: Dynamik, Zielstrebigkeit, Überzeugung – nicht zu 80, zu 90, sondern zu 100 Prozent. Diese Überzeugung hat sie auch auf Lippen getragen. Damit macht man sich nicht nur Freunde.“

Die Stadträtin im Nachhinein nur an den Gangbetten zu messen, ist für Wagner unfair: „Wir können nicht verhindern, dass die Grippewelle früher kommt. Wir haben in Wien aber eine Auslastung von 85 Prozent. Wenn wir die Bettenzahl für zwei Monate Grippezeit vor dem Sommer und im Winter erhöhen, dann stehen den Rest des Jahres über nicht nur 15 Prozent, sondern 25 bis 30 Prozent aller Betten leer.“ Unter den bestehenden Umständen sei es allemal besser, jemanden kurz am Gang unterzubringen als gar nicht zu behandeln. Zumal es sich in fast allen Fällen nur um wenige Stunden handelte, ehe die PatientInnen auf reguläre Stationen verlegt wurden. „Man kann auch niemanden mit einer schweren Infektion jemand zu einem frisch Operierten hinlegen. Dann steigt die Mortalitätsrate – das wäre unverantwortlich“, erklärt Wagner.

Zwtl.: Langfristige Planung und Spezifizierung auf Schiene =

„Sonja Wehsely hat in der psychologischen Versorgung viel weitergebracht“, resümiert der Abgeordnete. „Sie hat auch die Spitalsfinanzierung bis 2030 im Blick. Diese langfristige Umstrukturierung ist nicht einfach. Und wenn wir von elf Spitälern auf sieben reduzieren, ist das eine sinnvolle Spezifizierung. Denn wenn man nicht eine bestimmte Anzahl an Operationen oder Behandlungen kommt, erreicht man die Spitzenqualität nicht. Wir können nicht überall die ganze Bandbreite anbieten. Es muss eine Konzentration geben. Diese erreichen wir in Abstimmung mit der Bevölkerungsentwicklung, der Grundversorgung. Auch der niedergelassene Bereich wird aufgerüstet.“

Wagner reagiert auch auf die Kritik der Opposition an Sonja Wehselys Wechsel in die Privatwirtschaft:  „Wenn jemand aus der Politik ausscheidet, soll er oder sie auch arbeiten dürfen. Wenn wir das nicht zugestehen, müssten wir die Bezahlung nach dem Bezügegesetz sicherstellen. Das wäre erst recht ein Anlass zur Kritik.“

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