Heizen mit Öl ist praktisch feinstaubfrei

Holzverbrennung maßgeblich mitverantwortlich für Feinstaubproblematik

Wien (OTS) - Aktuell sind die Feinstaubgrenzwerte in vielen Landesteilen Österreichs überschritten. Heizen mit Holz ist neben dem Verkehr der größte Verursacher von Feinstaub und anderen Luftschadstoffen, die zu Atemwegserkrankungen führen und die Lebenserwartung verkürzen. Eine massenhafte Umstellung von Ölheizungen auf Biomasseheizungen, wie manche Politiker das verlangen, würde die Problematik noch mehr verschärfen. Außerdem müsse die steuerliche Begünstigung des Energieträgers Holz endlich ein Ende nehmen, fordert das Institut für Wärme und Oeltechnik (IWO-Österreich).

In den Ballungsräumen Linz, Graz und Salzburg, aber auch in vielen ländlichen Gebieten gibt es zurzeit ein massives Feinstaubproblem. In der „Feinstaub-Hochburg“ Graz wurden die Grenzwerte allein heuer schon um 14 Mal überschritten – um bis zu 300 Prozent. Um das Problem in den Griff zu bekommen, hat Graz am Sonntag ein Verbot von Zweitheizungen verordnet. Vor allem Kamine und andere händisch mit Festbrennstoffen beschickte Öfen dürfen vorerst nicht mehr betrieben werden, wenn das Haus oder die Wohnung auch anders beheizt werden kann.

Die Europäische Umweltagentur (EUA) klassifiziert Feinstaub und Stickstoffdioxid als zwei der drei Schadstoffe, die unsere Gesundheit am meisten gefährden. Eine Langzeit- oder Akutbelastung kann zu unterschiedlich schwerwiegenden Gesundheitsschäden führen. Schätzungen der EUA zufolge verringert sich die Lebenserwartung in der Europäischen Union durch Feinstaubpartikel in der Luft um mehr als acht Monate.

Mehr Holzverbrennung = mehr Feinstaub

Während die Emissionen in der Industrie zurückgehen, werden andere Bereiche bei der Luftverschmutzung, wie die privaten Haushalte, vernachlässigt. „Mit jeder neuen Holzheizung entsteht noch mehr Feinstaub. Mehr Holzverbrennung heißt höhere Luftschadstoff-Emissionen“, so Martin Reichard, Geschäftsführer des IWO-Österreich. „Bei all den Diskussionen um den Klimaschutz wird das Feinstaubproblem leider viel zu selten angesprochen“, betont Reichard.

Reichard: „Völlig falsches Signal der Politik“

„Angesichts der immer wiederkehrenden Feinstaubproblematik ist es unverständlich, warum so mancher Politiker fordert, feinstaubfrei arbeitende Ölheizungen zu verbieten und durch Holzheizungen zu ersetzen, die die Gesundheit der Menschen schädigen“, äußert sich Reichard kritisch. „Den Österreichern zu erzählen, die Lösung liege im verstärkten Einsatz erneuerbarer Energieträger, tatsächlich aber Holz zu meinen, mit dessen Verbrennung gesundheitsgefährdende Partikel in die Luft geschleudert werden, ist ein völlig falsches Signal der Politik“, so der IWO-Geschäftsführer.

Steuerlich begünstigte Luftverschmutzung

Dass für Biomasse nur der reduzierte Mehrwertsteuersatz von 13 Prozent gilt, und es eine weitere Energieabgabe wie bei Gas, Heizöl oder Strom gar nicht gibt, hält das IWO für absurd. „Im Sinne einer steuerlichen Gerechtigkeit muss, vor dem Hintergrund der enormen Feinstaubbelastung durch Holzheizungen, dem Steuerprivileg ein Ende gemacht werden. Es kann nicht sein, dass diese Luftverschmutzung in großem Stil steuerlich begünstigt wird“, so Reichard.

Über das IWO

Das IWO-Österreich (Institut für Wärme- und Oeltechnik) ist ein als Verein organisiertes Kompetenzzentrum für Heizfragen und versteht sich als zentrale Informations- und Beratungseinrichtung der österreichischen Mineralölwirtschaft. Mitglieder des IWO-Österreich sind zahlreiche Unternehmen aus den Bereichen Mineralölindustrie, Energiehandel, Kesselindustrie, Installationsunternehmen, Wirtschaftskammern, Kamin- und Tankfirmen.

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