Mozarthaus Vienna: „Mozart und seine Wiener Netzwerke. Ein Querschnitt“

Neue Sonderausstellung widmet sich Mozart als Unternehmer und seinen Kontakten

Wien (OTS/RK) - Von 27. Jänner 2017 bis 14. Jänner 2018 widmet sich das Mozarthaus Vienna, ein Museum der Wien Holding, in seiner neuen Sonderausstellung „Mozart und seine Wiener Netzwerke. Ein Querschnitt“ Mozart als Unternehmer. Von Kind an scheute der Musiker keine Kontakte zu KünstlerInnen, Intellektuellen, VerlegerInnen, reichen BürgerInnen oder Königs- und Fürstenhäusern und erarbeitete sich so ein enormes Netzwerk auch in Wien. Die Ausstellung präsentiert nun diese Netzwerke anhand von Dokumenten, zeitgenössischen Kupferstichen, einem bisher weitgehend unbekannten Porträt von Mozarts Zeitgenossen und Komponistenkollegen Joseph Haydn, welches erstmals in Wien gezeigt wird, sowie einem besonderen Exponat aus dem Besitz des Musikgenies Mozart.

Vom Salzburger Angestellten zum Wiener Unternehmer

1781 vollzog Mozart einen gewaltigen Schritt vom Salzburger Angestellten zum Wiener Unternehmer. Dafür brauchte er einen neuen Ort (Wien), neue AuftraggeberInnen (von KaiserInnen bis zu BürgerInnen), neue MusikerInnen, neue VerlegerInnen, neue Spielstätten, neue SponsorInnen und neue ZuhörerInnen. Diesen Ansprüchen nachkommend, schuf er seine Netzwerke. Alle Mitglieder derselben kommen nur bei seinen Opernpremieren und seinen Akademien zusammen. Ansonsten finden Kontakte nur vereinzelt statt, je nach Bedarf oder Wunsch.

Von seinem Vater hatte Mozart nicht nur das musikalische Handwerk gelernt, sondern auch, wie man Netzwerke bildet. Die Reisen als siebenjähriges Kind quer durch Europa brachten ihn mit den Spitzen der Königs- und Fürstenhäuser, mit der hohen Geistlichkeit bis hin zum Papst zusammen, mit hochrangigen Militärs, Gelehrten, PhilosophInnen und WissenschaftlerInnen, KünstlerInnen, DichterInnen, reichen BürgerInnen und auch dem normalen Volk, sodass er keine Berührungsängste hatte.

Diese kindlichen Erfahrungen, die ihn zweifellos für sein Leben prägten, kamen ihm später zugute. Auch in Wien begegneten ihm der Hof mit Joseph II. an der Spitze, hohe Militärs, reiche BürgerInnen, BeamtInnen, VerlegerInnen, KünstlerInnen, DichterInnen, Intellektuelle, Theaterleute und die Freimaurer. Viele von ihnen sponserten ihn materiell und immateriell.

Besondere Exponate aus Mozarts Zeit

Eine kostbare Schnupftabakdose aus Mozarts Besitz aus etwa 1780 ist beispielgebend für die zahlreichen wertvollen Geschenke, die der Komponist von MonarchInnen, Adeligen und reichen BürgerInnen für seine Leistungen erhalten hat. Neben diesem wertvollen Exponat zeigt die neue Ausstellung Kupferstiche mit Silhouetten zahlreicher ZeitgenossInnen Mozarts des damaligen „Bilderproduzenten“ Johann Hieronymus Löschenkohl aus der einzigartigen Sammlung des Wien Museums. Erstmals in Wien ist auch ein bisher weitgehend unbekanntes Porträt von Mozarts Zeitgenossen und Komponistenkollegen Joseph Haydn von Christian Ludwig Seehas aus dem Jahr 1785 zu sehen. Dieses wurde vom Intendanten der Haydnfestspiele, Prof. Dr. Walter Reicher, im Sommer 2015 in den USA für die Joseph Haydn Privatstiftung angekauft und der neuen Ausstellung „Mozart und seine Wiener Netzwerke. Ein Querschnitt“ zur Verfügung gestellt.

Mozart und die Ideale der Aufklärung

Der damalige österreichische Kaiser Joseph II. und die erstarkenden Freimaurer pflegten ebenso wie Mozart die Ideale der Aufklärung. Der Kaiser war sich der Bedeutung der Kunst für den Transport der neuen Gedanken bewusst, da er selbst ausübender Musiker war und den emotional vermittelten Hintergrund hoch einschätzte. Die Freimaurer, die bis zu 40 Prozent der ZuhörerInnen in Konzerten Mozarts ausmachten, waren durch ihre eigenen Gesetze und Regeln ohnehin der Aufklärung verpflichtet.

Die Wiener Klassik stellte das ideale Instrumentarium zur Demonstration aufklärerischen Gedankenguts dar: die Sonaten und Sinfonien mit ihren dialektischen Themen und deren Diskussion in der Durchführung, die Inklusion des Tanzes in die Struktur, die Konfrontation von Individuum und Kollektiv im Instrumentalkonzert und schließlich die Oper, die an Menschenmodellen darstellte, was gelebte Aufklärung bedeutete.

Als logische Folge wurden Joseph Haydn als „Vater“ der Wiener Klassik und Mozarts Vater Leopold, der seit seiner Ausbildung aufklärerische Ideen vertrat, von „Bruder“ Mozart dem Bund der Freimaurer zugeführt.

Ausstellung über den erfolgreichen Unternehmer Mozart

Mozart konnte aufgrund seiner Netzwerke bis auf sehr wenige Krisen gut von seiner Arbeit leben und festigte seinen europäischen Ruhm. Ohne diese geschickte Unternehmerstrategie, die die Präsentation zu erhellen sucht, wäre ihm dies nicht geglückt. Außerdem setzte er damit ein Zeichen für die musikalische Zukunft.

Die Ausstellung wird von Manfred Wagner kuratiert.

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