Holocaust-Gedenktag: Rechtsextremem Gedankengut den Nährboden entziehen

Gewerkschaftsjugend: Regierung muss eigenständigen Rechtsextremismus-Bericht wiedereinführen

Wien (OTS/ÖGB) - "Auch 72 Jahre nach dem Ende des nationalsozialistischen Regimes sind wir es den Opfern schuldig, unsere Geschichte aufzuarbeiten und daraus zu lernen. Nur wer die Verbrechen in der Geschichte kennt, wird nicht auf jene hören, die diese Verbrechen noch heute bejubeln", sagt Sascha Ernszt, Vorsitzender der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), anlässlich des internationalen Holocaust-Gedenktages am 27. Jänner. Dazu müsse politische Bildung ein Pflichtfach an allen Schultypen werden.++++ 

"Gegen faschistoides Gedankengut gibt es zwar kein Wundermittel. Aber es gibt Impfstoffe, die dazu beitragen, dass aus Jugendlichen keine Mitläufer der Rechten werden. Und die heißen Bildung und soziale Gerechtigkeit", betont Ernszt und fordert: "Politische Bildung muss ein eigenständiges Pflichtfach für alle Schultypen ab der fünften Schulstufe werden. Nur so wird der Zugang zu politischer Bildung für alle Jugendlichen sichergestellt." Darüber hinaus muss die Lehrausbildung auf neue Beine gestellt und Jugendarbeitslosigkeit weiterhin konsequent bekämpft werden. Ernszt: "Stärken wir die Immunabwehr junger Menschen, damit sie weniger anfällig für die hetzerische Propaganda der Rechten sind."

Aber Wissen allein ist nicht genug. "Wir brauchen mehr und besser geschulte Beamte, die die rechtsextreme Szene konsequenter bekämpfen. Dazu braucht es auch wieder einen eigenständigen Rechtsextremismus-Bericht vonseiten der Regierung. Es ist ein Skandal, dass dieser Bericht 2002 vom damaligen Innenminister Ernst Strasser auf Wunsch der FPÖ eingestellt und seitdem auch nicht mehr ins Leben gerufen wurde", so der Vorsitzende der Gewerkschaftsjugend.

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