Vilimsky: EZB-Chef kann nicht für Lobby-Gruppe G30 tätig sein

EU-Bürgerbeauftragte untersucht mögliche Interessenskonflikte von Mario Draghi

Wien (OTS) - „Ein EZB-Chef kann und darf nicht in einer Lobby-Gruppe für globale Großbanken tätig sein“, erklärte heute Harald Vilimsky, FPÖ-Delegationsleiter im Europaparlament und FPÖ-Generalsekretär. „Auf EU-Ebene muss schleunigst dafür Sorge getragen werden, dass solche Interessenskonflikte und Unvereinbarkeiten abgestellt werden“, so Vilimsky weiter.

Hintergrund ist die Mitgliedschaft von EZB-Chef Mario Draghi in der Group of Thirty(G30). Diese wird nun von der EU-Bürgerbeauftragten Emily O´Reilly untersucht, nachdem eine Beschwerde der auf Lobbying und Korruption spezialisierten Nichtregierungsorganisation Corporate Europe Observatory eingegangen war. Der auf Initiative der Rockefeller-Stiftung 1978 gegründeten G30 gehören hochrangige Manager internationaler Banken an; die Gruppe spielt eine zentrale Rolle bei der Steuerung des globalen Finanzsystems.

„Da entsteht der durchaus begründete Eindruck, dass Draghi – der früher ja auch für Goldman Sachs tätig war - nicht im Sinne und zum Wohl der gemeinsamen europäischen Währung tätig ist, sondern Konflikte mit den Geschäftsinteressen der globalen Finanzelite bestehen“, sagte Vilimsky. Schließlich sei die EZB ja auch oberster Bankenaufseher der Eurozone.

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