Willi zur deutschen Pkw-Maut: Nur dagegen zu sein, ist zu wenig

Grüne für faire, verursacherfinanzierte und ökologisch gestaffelte Mautziele

Wien (OTS) - „Ich begrüße, dass es eine Allianz gegen die deutsche Pkw-Maut unter Führung Österreichs gibt. Die geplante deutsche Pkw-Maut hat nämlich zwei große Mängel: sie ist diskriminierend für nicht-deutsche AutofahrerInnen und sie erzeugt gewaltige Bürokratie, um deutsche AutofahrerInnen schadlos zu halten“, betont der Grüne Verkehrssprecher Georg Willi, anlässlich der deutschen Regierungsentscheidung zur PKW-Maut.

„Trotzdem: Wir Grüne wissen um die Notwendigkeit, das Autobahnnetz zu finanzieren. Daher braucht es Mauten. Aber diese müssen drei Kriterien folgen: nicht-diskriminierend, verursacherfinanziert und ökologisch gestaffelt. So wie es die Lkw-Mauten schon lange sind. Dort gilt: wer mehr fährt, zahlt mehr. Wer sauberer fährt, zahlt weniger. Und die Regeln sind für alle gleich. Genau das wollen wir auch für die deutsche Pkw-Maut umgesetzt wissen“, verlangt Willi.

„Eine Scheibe kann sich auch Österreich von den deutschen Mautplänen abschneiden: die Unterscheidung nach Schadstoffklassen. Mit der geplanten digitalen Vignette in Österreich ab 2018 kann die Pkw-Maut nach Schadstoffklassen differenziert werden. Denn hinter jedem Autokennzeichen steckt eine Zulassung, die den Motorentypus ausweist. Das heißt: Die digitale Vignette bietet die Chance, nach Schadstoffklassen und nach Pkw zu unterscheiden. Das sollte ein Schritt in die richtige Richtung sein, um das Pariser Klimaabkommen ein Stück weiter zu bringen“, sagt Willi.

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