Nemeth: Ehrenamt ist unbezahlbar

Präsident Peter Nemeth hält die Forderung nach einer Dienstfreistellung für ehrenamtliche Helfer als entbehrlich.

Eisenstadt (OTS) - Immer wieder tauchen Forderungen auf, ehrenamtliche Helfer per Gesetz von ihrer Arbeit in der Privatwirtschaft in einem bestimmten Zeitrahmen freizustellen. „Ich halte nichts von dieser Forderung. Das Ehrenamt und der Einsatz von freiwilligen Helfern in allen Ehren, aber ich sehe es als eine Aufgabe des Arbeitsgebers und der Arbeitnehmer die Teilnahme an derartige Einsätze zu koordinieren“, so Präsident Ing. Peter Nemeth zur Forderung, Feuerwehrleute, die in der Privatwirtschaft tätig sind, jährlich bis zu zehn Tage bezahlter Sonderurlaub für Einsätze und Schulungen zu gewähren.

„Wer eine Forderung nach einer Dienstfreistellung macht, muss sich auch überlegen, wie die Entgeltfortzahlung geregelt wird und muss den Rechtsanspruch für die Entschädigung des Arbeitgebers durch die öffentliche Hand andenken.

Die Privatwirtschaft kann mit diesen Kosten nicht belastet werden“, stellt Nemeth unmissverständlich klar. "Nicht zu vergessen sind auch andere Organisationen, deren Mitarbeiter ehrenamtlich ihren Dienst versehen. Also: Besser individuelle Vereinbarungen, anstatt unüberlegten Forderungen."

Denn eines müsse man auch noch wissen: alle Dienstfreistellungen von Mitarbeitern der Öffentlichen Hand zahlt in jedem Fall der Steuerzahler.

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