Q-Check Roadshow: „Trump ist Mann der Wirtschaft und an Taten zu messen“

Wien (OTS) - Wien, 24.01.2017 – Bei der Q-Check Roadshow im Wiener Hotel Imperial, veranstaltet von Der Börsianer und Metrum Communications, stand bei der Diskussion unter Kapitalmarktexperten und CEOs am Dienstagabend der Einfluss des neuen US-Präsidenten Donald Trump auf Wirtschaft und Kapitalmärkte im Fokus. Einig waren sich die Anlageexperten und CEOs in zwei Dingen. Erstens ist Donald Trump nicht an seinen vergangenen Wahlkampf-Worten, sondern an seinen künftigen Taten zu messen. Zweitens würde es der Wirtschaft sehr gut tun, wenn sich die wirtschaftlichen Beziehungen zu Russland wieder verbessern.

Eduard Berger, Vorstandsmitglied der Wiener Privatbank SE, relativiert die im Wahlkampf getätigten Aussagen von Donald Trump:
“Man muss sich von der Schlagzeile von gestern lösen. Trump ist ein Mann der Wirtschaft und die Märkte sind extrem rational.“ Risiken sieht Berger im Staatsanleihen-Markt sowie in anhaltender Volatilität, die „uns mit der Politik weiter begleiten wird“. Investmentchancen macht er bei inflationsgeschützten Anleihen und selektiv bei Versicherungsaktien aus.

Laut Paul Severin, Head of Investment Communications bei Erste Asset Management, haben die Märkte klare Erwartungen: „Die Märkte gehen von einem nationalistischeren Kurs aus. „America First“ kann zu einem Entwickeln der Nationalismen überall auf der Welt führen.“ Die Auswirkungen dieser Entwicklungen seien schwer einschätzbar. In den USA werde es unter Trump jedenfalls mehr Investitionen in Infrastruktur geben. Anlagechancen sieht der Experte im Bereich der Hochzinsanleihen und in Osteuropa.

Michael Haker, Director Business Development Morningstar Deutschland, warnt vor Aktionismus an der Börse: „Politische Events an der Börse zu handeln kann daneben gehen.“ Er empfiehlt bei Trump, die „berühmten ersten 100 Tage abzuwarten“. Für Prognosen sei es noch zu früh. Die von Trump angekündigten Steuersenkungen für Unternehmen können zu Chancen am Aktienmarkt führen. Haker sieht aber auch jetzt Anlagechancen: „Der europäische Gesundheitssektor ist am stärksten unterbewertet, danach kommen Finanzwerte.“ Als Hedge vor Kursrückgängen empfiehlt der Experte einen Teil des Portfolios in Cash zu halten.

Ein fragiles Marktumfeld sieht Roland Schmidt, Business Development Director bei Carmignac, als größtes Risiko unter Trump: “Die Kurse wurden von der lockeren Geldpolitik beflügelt. Die Gewinne sind aber nicht im gleichen Ausmaß gewachsen.“ Laut Schmidt haben politische Börsen zwar „lange Schatten, werden aber nicht von Events getrieben“. Gefragt nach Anlagechancen rät der Experte selektiv zu Aktien und Anleihen, er meidet aber klassische Staatsanleihen. Zuletzt hat Schmidt wieder ein Auge auf US-Airline-Aktien geworfen.

Krisenfest zeigt sich Gerald Grohmann, Vorstandsvorsitzender der Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG: „Wir haben im schwierigen Jahr 2016 unsere Gegensteuerungsmaßnahmen konsequent fortgesetzt. Zudem haben wir mit der Übernahme von Downhole Technology, der größten Akquisition der Unternehmensgeschichte, eine wichtige strategische Positionierung vorgenommen.“ Auch auf der Finanzierungsseite hat Grohmann vorgesorgt: „SBO verfügt weiterhin über eine kerngesunde Bilanzstruktur und auch nach dieser Übernahme über eine hohe Liquidität. Damit sind wir für den nächsten Aufschwung optimal aufgestellt“. Die Markteinschätzung des Ölexperten: „Im härtesten und längsten Abschwung unserer Branche haben wir 2016 die Bodenbildung erreicht. Wir gehen davon aus, dass bei einem Aufschwung der nordamerikanische Markt als erstes reagiert. Mit dem Bohrmotorengeschäft und unseren Zukäufen im Well Completion-Bereich sind wir hier gut positioniert.“

Oliver Schumy, Vorstandsvorsitzender Immofinanz AG, weist auf Erfolge in den beiden strategisch wichtigen Assetklassen Büro und Einzelhandel hin: “Seit meinem Amtsantritt erhöhten wir den Auslastungsgrad im Bürobereich von um die 75 Prozent auf 87 Prozent. Im Einzelhandel werden wir mit zunehmender Zahl an Standorten ein immer attraktiverer Player für große Retail-Ketten.“ Auch auf der Finanzierungsseite hat die Immofinanz unter Schumy beachtliche Fortschritte gemacht: „Durch Optimierungen bei Objektfinanzierungen und Wandelanleihen ersparen wir uns mittelfristig rund 20 Millionen Euro an Zinsaufwand pro Jahr.“ Der Ausblick ist positiv: Man habe im Konzern Maßnahmen für substanzielle Kostenersparnisse gesetzt und arbeite am Aufbau einer neuen Marke im Officebereich. Ein Aufheben der Russlandsanktionen würde der Immofinanz, die in Moskau fünf Shopping Center betreibt, „gut tun“.

Bilder und Präsentationen finden Sie unter www.q-check.at

Über Q-Check - Quarterly Market Roadshow
Die „Q-Check - Quarterly Market Roadshow“ ist die führende Plattform zur Meinungsbildung am österreichischen Kapitalmarkt. Im Rahmen regelmäßiger Roadshows präsentieren renommierte Finanzhäuser den Top-Entscheidern der Finanzcommunity ihre Investmentchancen für das nächste Quartal (Quartals-Check). Ziel ist es, zur individuellen und medialen Meinungsbildung beizutragen sowie ein schlagkräftiges Branchen-Netzwerk zur Stärkung des heimischen Kapitalmarkts zu schaffen.

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