Kern: Junge Menschen für die Sozialdemokratie begeistern

Bundeskanzler Christian Kern diskutierte seinen Plan A mit der offenen „Sektion ohne Namen“

Wien (OTS/SK) - Österreichs Bundeskanzler und SPÖ-Parteivorsitzender Christian Kern setzte in der „Sektion ohne Namen“ vor 200 jungen Menschen ein Zeichen zur Öffnung der Partei hin zu den nächsten Generationen. „Am Beispiel der Sektion ohne Namen sehen wir, wie schnell es zu schaffen ist, junge Menschen wieder für die Sozialdemokratie zu begeistern, wenn die Rahmenbedingungen stimmen“, so Kern. „Junge Menschen wollen etwas verändern. Das war auch der Grund für mein politisches Engagement. Sie werden das aber nur dort tun, wo sie offen, frei und auf Augenhöhe diskutieren und sich einbringen können“, betonte Kern gestern bei einer Diskussionsveranstaltung der „Sektion ohne Namen“ im Wiener Ares-Tower. ****

Seine Vision ist es, „Österreich bei Innovationen, Wohlstand und sozialem Ausgleich zu einem der erfolgreichsten Länder der Welt zu machen“, sagte der Kanzler. Mit dem Plan A liegen seine Ideen für den Umgang mit dem technologischen Wandel und mit Fragestellungen rund um Gerechtigkeit, Emanzipation, Fortschritt und Demokratisierung vor. Mit diesen Ideen will Kern jetzt die Österreicher und Österreicherinnen in allen Regionen des Landes überzeugen.

Bei der gestrigen Veranstaltung betonte der Bundeskanzler die Bedeutung von EPUs und KMUs für Österreich: „40 Prozent der Jobs, die neu geschaffen werden, werden durch Neugründungen geschaffen. Die sollten wir daher auch stärker fördern und von Bürokratie entlasten“. Kern sieht sich mit seinem Plan A als Vertreter dieser Anliegen. 

„Bei der Bildung gehören wir zu denen, die viel Geld ausgeben, aber nur mittelmäßige Bildung produzieren", so Kern. Durch mehr Autonomie für die Schulen sowie den Ausbau der Ganztagsschulen soll die Schule neu aufgestellt werden. Neu aufgestellt werden muss auch der Umgang mit der Digitalisierung in Schulen. Hier fordert Kern im Plan A unter anderem gratis Tablets für alle Schulkinder. Zudem möchte Kern den Fachhochschulzugang für Lehrlinge erleichtern und so 5.000 zusätzliche Plätze für junge Menschen in Fachhochschulen bieten.

Kern will mehr junge Menschen in die Sozialdemokratie bringen. Die „Sektion ohne Namen“ sei mit ihrer offenen und progressiven Vorgehensweise Vorbild. Barrieren seien zu überwinden und Strukturen gehören aufgebrochen, „dann wird unsere Partei auch wieder wachsen“, machte Kern deutlich. Mehr Mitgestaltungsmöglichkeiten seien notwendig. Kern kann sich eine Abstimmung des Koalitionsvertrags, die Direktwahl des Parteivorsitzenden und eine breite Diskussion des Kriterienkatalogs vorstellen. Die neue Grassroot-Kampagne „Worauf warten“ spreche gezielt Menschen in ganz Österreich an, mit Ideen und Engagement beim Plan A mitzumachen.

Zur Koalitionsfrage meinte der Kanzler, es müsse möglich sein, wenigstens einige dieser Ideen mit der ÖVP umzusetzen. Es handle sich jedoch um ein Zukunftsangebot für ganz Österreich. Der Plan A sei ein „Mehrjahresprojekt, das weit über den nächsten Wahlgang hinausgeht“.  

Über die Sektion ohne Namen:

Die Sektion ohne Namen wurde Anfang 2016 gegründet, um die Partei nach außen zu öffnen und auch Menschen ohne Parteimitgliedschaft die Möglichkeit zur Mitgestaltung zu geben. Derzeit sind rund 100 Menschen in diversen Fokusgruppen in der Sektion engagiert. Die Sektion ohne Namen ist im 1. Wiener Gemeindebezirk angesiedelt.  

Service: Fotos der Veranstaltung finden Sie auf unserer Flickr-Seite: http://tinyurl.com/j6qvung (Schluss) sc


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