Gewerkschaft vida: Lehre im Hotel- und Gastgewerbe endlich attraktiver machen

vida-Tusch: "Setzen wir positives Beispiel aus Salzburg in ganz Österreich um!"

Wien (OTS/ÖGB) - "Das ist die richtige Richtung. So sehen gute Entscheidungen aus, um die Lehrlingsausbildung in Österreich qualitativ nach vorne zu bringen", kommentiert Berend Tusch, Vorsitzender des Fachbereichs Tourismus in der Gewerkschaft vida, einen Bericht in den heutigen Salzburger Nachrichten. Demnach wird in der Lehrlingsakademie im Großarltal deutlich mehr Lehrlingsentschädigung als im Kollektivvertrag vereinbart bezahlt. Außerdem werden bei ausgezeichneten Erfolgen an der Berufsschule die Internatskosten übernommen, um so wieder mehr junge Menschen für eine Lehre im Hotel- und Gastgewerbe zu begeistern. Tusch verweist darauf, dass auch bei McDonald’s Lehrlinge überzahlt werden und das Unternehmen daher "keine Probleme habe, Nachwuchs zu finden. Außerdem wird das Personal mit Wertschätzung behandelt. Ein weiterer Grund, warum es hier nicht schwierig ist, Beschäftigte zu finden!"

Positive Beispiele als Vorbild für KV-Verhandlungen  

"Die Wirtevereinigung Großarltal hat richtig erkannt, dass Jammern niemandem weiterhilft. Gerne greife ich den Wunsch auf, für eine österreichweite Lösung zu sorgen", so der Gewerkschafter. Er schlägt vor, die Ideen als Anregung in die kommenden Kollektivvertragshandlungen mitzunehmen: "Dann wird sich zeigen, ob der Tourismus bereit ist, neue Wege zu gehen oder in seinem Jammertal verharren will. Wir würden gerne aus positiven Beispielen wie in Salzburg Erfolgsmodelle für das ganze Land machen!" Tusch spricht sich zudem dafür aus, die Ideen aus Salzburg auch beim von der Gewerkschaft vida organisierten Tourismusgipfel Mitte Februar auf den Tisch zu legen: "Gerade weil es laut einer neuen Studie nirgends so viele Jugendliche gibt, die ihre Lehre abbrechen, wie in der Gastronomie und im Tourismus, müssen wir handeln. Eines ist klar: Es wird nicht reichen, wenn sich die Branche nur neue Spielregeln verpasst. Sie muss diese auch vorleben. Es darf keine schwarzen Schafe mehr geben."

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