Leitl: Zündeln mit CETA, TTIP & Co. spielt Trump in die Hände

Ein exportorientiertes Land wie Österreich ist auf offene Grenzen angewiesen – Volksbegehren spielt Trump’scher Abschottungspolitik in die Hände

Wien (OTS) - „Eine Exportnation wie Österreich ist auf offene Märkte angewiesen. Jede Unterschrift gegen offene Wirtschaftsgrenzen und gegen faire und ausgewogene Handelsabkommen wie CETA ist eine Unterschrift zum Schaden der heimischen Wirtschaft und damit gegen Arbeitsplätze, Wachstum und Wohlstand in Österreich. In Wirklichkeit spielen die Proponenten des Volksbegehrens gegen CETA, TTIP und Co. der Abschottungspolitik von Donald Trump in die Hände“, warnt der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Christoph Leitl.

 

CETA wurde sieben Jahre lang seit 2009 unter Einbindung des Europäischen Parlaments und aller 28 EU-Regierungen verhandelt, es ist das beste und fortschrittlichste Freihandelsabkommen, das von der EU bisher abgeschlossen wurde. „Die österreichische Wirtschaft spricht sich daher klar und aus vielen guten Gründen für CETA aus. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen werden davon bei ihren Kanadageschäften profitieren.“ Beim TTIP-Handelsabkommen mit den USA sei die neue Situation infolge der US-Präsidentenwahl natürlich zur Kenntnis zu nehmen, so Leitl. Prinzipiell habe Österreich aber nach wie vor großes Interesse an einem guten, ausgewogenen und fairen Handelspakt mit den Amerikanern, wobei die Bedingungen, unter denen die neue US-Administration zu Verhandlungen bereit ist, genau geprüft werden müssen.

 

Leitl: „Österreich liegt in einem Ranking des World Economic Forum über die Voraussetzungen für einen freien und offenen Warenverkehr unter den Besten der Welt. Damit sind wir bisher extrem gut gefahren. Jeder zweite Arbeitsplatz und ein Gutteil unseres Wohlstandes steht und fällt mit dem Erfolg unserer Betriebe im Ausland. Es wäre zum Schaden der österreichischen Wirtschaft, würden wir hier Vorteile gegenüber unseren Mitbewerbern aus der Hand geben.“ Zahlreiche Untersuchungen belegen zudem, dass sich die weltweiten Handelsverflechtungen infolge der Globalisierung positiv in Form von mehr Wachstum, Wohlstand und Beschäftigung auf die europäischen Staaten, insbesondere auch Österreich, ausgewirkt haben. (PWK050/SR)

 

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