Industrie: Gegen Freihandel sein heißt gegen Arbeitsplätze sein

IV-GS Neumayer: Wachstumsimpulse durch Freihandelsabkommen entscheidend für heimischen Arbeitsmarkt – postfaktischer anti-europäischer Populismus kontraproduktiv

Wien (OTS/PdI) - „Mit einer Exportquote von weit über 50 Prozent hängt beinahe jeder zweite Arbeitsplatz in Österreich davon ab, wie erfolgreich unsere Unternehmen am internationalen Markt agieren können. Gut verhandelte und für alle Seiten fair gestaltete Freihandelsabkommen sind ein wichtiges Instrument, um unseren Betrieben dafür die bestmöglichen Rahmenbedingungen zu bieten“, betonte Mag. Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), anlässlich der heute, Montag, startenden Eintragungswoche für das Volksbegehren gegen Handelsabkommen. Für die Wettbewerbsfähigkeit Europas und Österreichs seien Handelsabkommen wesentlich: Sie ermöglichten fairen Handel und Marktzugang für unsere Industrie. „Der Abschluss zukünftiger Abkommen muss daher ein zentrales Anliegen sein, wenn wir unsere hohen europäischen Standards weiter erhalten und in andere Regionen der Welt erfolgreich exportieren möchten“, so Neumayer. Dies könne aber nur dann gelingen, wenn wir bei der internationalen Handelspolitik zu einer sachlichen und faktenbasierten Diskussion zurückkommen, und die Menschen nicht von Angst schürenden Kampagnen und anti-europäischem Populismus fehlinformiert werden“, so der IV-Generalsekretär.

Europäische Mehrheitsbeschlüsse respektieren

Die Industrie kritisiert die undifferenzierte Haltung der Initiatoren des Volksbegehrens: „Mit einer solchen Haltung handelt man nicht nur gegen die Interessen Österreichs im Hinblick auf Wirtschaft und Arbeitsplätze. Auch der internationalen Reputation unseres Landes ist damit nicht gedient. Ganz abgesehen davon, dass Europa letztlich nur im Sinne der Bürgerinnen und Bürger funktionieren kann, wenn Mehrheitsbeschlüsse allgemein respektiert werden“, so Neumayer, der darauf verwies, dass CETA von den demokratisch gewählten EU-Staats- und Regierungschefs bereits im Oktober des vergangenen Jahres unterzeichnet wurde. Insbesondere bei CETA würden Studien belegen, dass das Abkommen mit Kanada zu Exportsteigerung von 50 Prozent über acht Jahre führen könnte.

„Österreichs Handel mit der Welt sichert in unserem Land rund 1,7 Mio. Menschen Arbeitsplätze. Jeder Prozentpunkt mehr an Exporten bedeutet 10.000 neue Arbeitsplätze, EU-weit sichern Exporte an Drittstaaten 31,2 Mio. Beschäftigungsverhältnisse“, hob Neumayer abschließend die Bedeutung der Ausfuhren für das Exportland Österreich hervor und warnte vor postfaktischen Kampagnen gegen Freihandel, die ohne Grundlage seien und – im Gegenteil – eine Gefahr für Arbeitsplätze und damit die Zukunft unseres Landes gerichtet seien.

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