Kadenbach: Brauchen Ausstiegsszenario für Glyphosat

EU-Abgeordnete Karin Kadenbach unterstützt Bürgerinitiative zur Eindämmung von Pestiziden

Wien (OTS/SK) - Am Mittwoch beginnt die Eintragungsfrist für die Europäische Bürgerinitiative für ein europaweites Verbot des Unkrautbekämpfungsmittels Glyphosat. Die Initiative hat dann zwölf Monate lang Zeit, um eine Million Unterschriften in der Europäischen Union zu bekommen. Schafft sie das, dann muss die EU-Kommission die Forderungen aufgreifen. „Ich unterstütze die Bürgerinitiative für ein Glyphosatverbot. Im Europäischen Parlament setze ich mich seit langem für eine stärkere Eindämmung des Pestizideinsatzes ein", sagt Karin Kadenbach, Umweltsprecherin der SPÖ-Abgeordneten, und ergänzt: „Die Bürgerinitiativen sind ein sehr erfolgreiches Instrument, um die Einbindung der Bevölkerung am Gesetzgebungsprozess in der EU zu stärken. Sie bringen die Kommission unter Zugzwang, entsprechend zu handeln." ****

„Die schädliche Wirkung von Glyphosat ist wissenschaftlich umstritten. Aber viele Studien sehen eine deutlich erhöhte Krebsgefahr und aus gutem Grund haben wir in der Europäischen Union das Vorsorgeprinzip, das bereits bei möglichen Gesundheitsgefahren die Bevölkerung schützt. Deshalb hat sich das Europaparlament von Anfang an gegen eine Verlängerung der Zulassung für 15 Jahre, wie sie die Industrie forderte, ausgesprochen. Außerdem forderten wir ein Verbot von Glyphosat in der Nähe von Parks und Kinderspielplätzen, um Kinder zu schützen“, sagt Karin Kadenbach.

„Wir haben einen ersten Erfolg erzielt und der weitere Einsatz von Glyphosat ist vorerst nur bis Ende 2017 erlaubt. Ich setze mich dafür ein, dass wir ganz aus dieser Pesitzidnutzung aussteigen. Das kann nicht über Nacht passieren und es wird Übergangsfristen brauchen, damit sich die Landwirte einstellen können. Aber wir sind es dem Schutz der Gesundheit der Bevölkerung schuldig, hier aktiv zu werden“, sagt Kadenbach und ergänzt: „Durch die Bürgerinitiative fühle ich mich in meinem Einsatz gestärkt. Ich werde mit Druck auf die Kommission machen, einen nachhaltigen Plan vorzulegen, wie wir aus der Glyphosatnutzung aussteigen können, um uns nicht immer nur von einer kurzzeitigen Verlängerung zur nächsten zu bewegen“, schließt Kadenbach. (Schluss) sc/mp

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