Volksanwaltschaft kritisiert mangelhafte Schmerzmedizin in Österreich

Kräuter: "Fordere neuerlich Cannabis-Schmerzmittel auf Kassenkosten"

Wien (OTS) - Volksanwalt Günther Kräuter nimmt die gestrige einstimmige Beschlussfassung des deutschen Bundestages, wonach künftig schwerkranke Patienten auf Kassenkosten Cannabis als Medizin erhalten, zum Anlass, neuerlich eine vergleichbare Regelung in Österreich zu fordern. 

Kräuter: "Ich habe die Kriterien und Rahmenbedingungen aus Sicht der Volksanwaltschaft schon im Juni 2016 im Parlament verdeutlicht. Demnach sollen die Kosten für Cannabispräparate in Österreich dann von der Sozialversicherung ersetzt werden, wenn andere Therapien versagen oder herkömmliche Schmerzmittel unzumutbare Nebenwirkungen verursachen." Es sei nicht einzusehen, dass der streng kontrollierte medizinische Einsatz von Hanf in Österreich aus unerfindlichen Gründen blockiert werde, Schmerzpatienten unnötig leiden und auf der Strecke bleiben.  

Insgesamt sei die mangelhafte Schmerzmedizin in Österreich massiv zu kritisieren. Kräuter: "Anstatt Fortschritten gibt es Rückschritte:  Ambulanzschließungen, Leistungsreduktionen, in den meisten Krankenhäusern gibt es keinen Akutschmerzdienst. Darunter leiden naturgemäß auch Forschung, Ausbildung und Weiterbildung." Auch die „Österreichische Schmerzgesellschaft“ kritisierte diese Woche die Versorgungsdefizite.

So könne es nicht weitergehen, Gebot der Stunde sei ein "Masterplan der Schmerzmedizin", es gäbe enormen Nachholbedarf, so Kräuter abschließend.

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