Freund: Geeintes Europa als Antwort auf Trump

SPÖ-EU-Abgeordneter fordert Maßnahmen für Schutz vor Hacker-Angriffen

Wien (OTS/SK) - "Mit der Amtseinführung wird Donald Trump zum 45. Präsidenten der USA. Das Land ist gespalten wie noch nie, der Hass der Verlierer auf die Sieger – und umgekehrt – ist größer denn je“, sagt Eugen Freund, SPÖ-EU-Abgeordneter und US-Experte. „Mit Trump bekommen die USA einen Präsidenten, der die Medienfreiheit einschränken will, sein Temperament nicht zügeln kann und dem russischen Präsidenten Putin schmeichelt. Besonders fragwürdig sind seine Ankündigungen, die Sanktionen gegenüber Russland nach dem Einmarsch in die Ukraine aufheben zu wollen. Damit stehen wir am Beginn eines neuen Kapitels in den EU-USA-Beziehungen“, so Freund. ****

Trump mache in seinen Interviews klar, wie wenig er vom europäischen Zusammenhalt hält. Die Europafeinde Marine Le Pen und Nigel Farage gelten als seine Einflüsterer, betont der außenpolitische Sprecher der SPÖ-EU-Delegation Freund. „Die Antwort muss in einer engeren Kooperation der Mitgliedstaaten liegen.“

Mit Sorge blickt Freund auf die bevorstehenden Wahlen in Europa. „Auch wenn wir in Europa noch nicht so weit sind wie in den USA, wo Russland mit Hacker-Methoden den Wahlkampf beeinflusst hat, müssen wir schnellstmöglich Voraussetzungen schaffen, um uns vor solchen Angriffen zu schützen.“ Als Schattenberichterstatter hat Eugen Freund an einem Bericht des Europäischen Parlaments gearbeitet, aus dem klar hervorgeht, wie stark sich Russland medial in europäische Belange einmengt. „Polen und die baltischen Staaten, die von russischer Propaganda besonders betroffen sind, hängen stark an der Nabelschnur der USA. Sie werden vielleicht bald europäische Staaten um Schutz bitten müssen. So betrachtet ist es höchst an der Zeit, dass die Regierungen dieser Länder erkennen: Solidarität in der EU ist keine Einbahnstraße", so Eugen Freund. (Schluss) bj/mp

 

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