42 Täter, 200 Straftaten: Mehrere Einbrecherbanden ausgehoben

Wien (OTS) - Dem Landeskriminalamt Wien – Gruppe Urbanz – ist es nach monatelangen, akribischen Ermittlungstätigkeiten gelungen, mehrere Einbrecherbanden zu zerschlagen. Die Tätergruppen waren in Österreich und der Schweiz tätig, der Schadensbetrag liegt in Millionenhöhe. „Die Festnahme dieser international agierenden Tätergruppe, die auch in Frankreich, Deutschland, Belgien und der Schweiz aktiv war, ist ein Musterbeispiel kriminalistischer Polizeiarbeit. Monatelange Strukturermittlungen, Fahndungen und Observationen unter der Leitung des Wiener Landeskriminalamts führten nicht nur zur Festnahme von 42 Tätern, sondern auch zur Beendigung einer Einbruchsserie mit einer Schadenssumme von mehr als 1,3 Millionen Euro“, sagte Innenminister Mag. Wolfgang Sobotka. „Ich gratuliere den Beamten zu dieser ausgezeichneten Arbeit, die zur Klärung von insgesamt 200 Straftaten führte. Ein Erfolg, der mir zeigt, dass die hier involvierten Beamten zu den besten Europas zählen und hartnäckig gegen das internationale Verbrechen vorgehen.“

Die Spur zu den verschiedenen Einbrecherbanden begann für die Kriminalisten Anfang 2016 nach einer Serie von Büroeinbruchsdiebstählen, wobei die Täter über Dachluken in die Gebäude eindrangen. Es wurden Türen aufgebrochen und Tresore aufgeschnitten. Als Beute dienten den Gruppen Bargeld und elektronische Geräte. Intensive Strukturermittlungen sowie Fahndungs-und Observationsmaßnahmen – hierbei waren auch Beamte der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität im Einsatz – führten Anfang Dezember 2015 zu ersten Ermittlungserfolgen: Die erste Gruppierung konnte ausgeforscht und festgenommen werden.

Bis Ende 2016 gelang es den eingesetzten Kriminalisten schließlich, insgesamt 42 tatverdächtige Personen festzunehmen. 36 von diesen wurden auf frischer Tat betreten. Die Männer im Alter zwischen 20 und 40 Jahren waren in vier – teilweise untereinander vernetzten – Gruppen aufgeteilt. Es handelt sich Großteils um moldawische Staatsbürger, aber auch um Bulgaren, Rumänen und Tschetschenen. Die sehr professionell agierenden Banden wiesen einschlägige Vormerkungen in der Schweiz, Deutschland, Frankreich und Belgien auf. In Österreich wurden den Gruppen 140 Straftaten in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland nachgewiesen, weitere 60 Straftaten wurden in der Schweiz verübt. Alle tatverdächtigen Männer befinden sich in Haft. Die Ermittlungsmaßnahmen der Kriminalbeamten konzentrieren sich nun auf mögliche weitere, unbekannte Mitglieder der Einbrecherbanden sowie auf mögliche im Ausland agierende Hintermänner.

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