Reimon/Roaming: Preise für mobilen Datenverkehr müssen stark sinken

Mitgliedsstaaten stehen auf der Bremse

Brüssel (OTS) - Gestern hat die zweite Verhandlungsrunde zwischen Rat, Kommission und Europaparlament zu den Großhandelspreisen beim Roaming ohne Einigung geendet. Vor allem beim Datenverkehr bestehen die Mitgliedsstaaten auf so hohe Großhandelspreise, dass für die EndkundInnen kein Sinken der Preise in den nächsten Jahren zu erwarten wäre. Das Parlament hat sich nicht darauf eingelassen. Rat und Kommission werden in den nächsten zehn Tagen einen neuen Vorschlag vorlegen. Die Zeit drängt, denn bis zum 15. Juni muss Roaming endgültig europaweit abgeschafft werden.

Michel Reimon, EU-Abgeordneter der Grünen und Schattenberichterstatter im Industrieausschuss für die Preisdeckelung der Roaming-Verrechnung bei Telekomkonzernen, sagt: “Es gibt keine Einigung mit dem Rat, weil einige Regierungen den Profit ihrer nationalen Telekomkonzernen sichern wollen. Das EU-Parlament steht geschlossen hinter niedrigen Tarifen. 2018/2019 müssen die Datentarife spürbar sinken, alles andere wäre eine Abzockerei europäischer KonsumentInnen, denen man seit Jahren ein roaming-freies Europa verspricht.“

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