Regionalität im Vordergrund am 74. NÖ Bauernbundball

Volles Haus bei Nacht in Tracht / Regionalitätsgedanke zog sich als roter Faden durch die traditionsreiche Veranstaltung.

St.Pölten/Wien (OTS) - Er gilt als absolutes Ballhighlight: Mit seinen rund 6000 Besuchern war der NÖ Bauernbundball auch in seiner 74. Auflage am 14. Jänner einmal mehr ein wahrer Publikumsmagnet. Mit den traditionellen Trachten vor der Kulisse des Austria Centers in Wien wurden Brauchtum und Innovation gekonnt verbunden und eine Brücke zwischen Stadt und Land geschlagen.

Neben den allseits bekannten Fixpunkten des Balls wie der Milch- und der Seidlbar, dem Fotoshooting zum schönsten Trachtenpärchen, dem AMA-Gütesiegel-Melkwettbewerb, dem Jungbauernkalender-Casting, der Mostkost und dem „So schmeckt Niederösterreich“-Weindorf sowie der Mitternachtsquadrille stand heuer besonders der Regionalitätsgedanke im Mittelpunkt.

Der NÖ Bauernbundball war erstmals Partner der "Gut zu wissen“-Initiative, die sich für den Vorrang heimischer Lebensmittel im Außer-Haus-Verzehr stark macht. "Bei der Verköstigung unserer Ballbesucherinnen und -besucher liegt das Hauptaugenmerk auf der Regionalität. Wir schau’n drauf, woher das Essen auf unserem Teller kommt, und wollen heute ganz bewusst auf dieses Thema aufmerksam machen“, sagte NÖ Bauernbunddirektorin und Obfrau der veranstaltenden Akademikergruppe Klaudia Tanner. Die am Ballabend angebotenen Speisen kamen ausschließlich aus Österreich, zu einem Gutteil davon aus Niederösterreich, und waren mit einer rot-weiß-roten Lupe gekennzeichnet.

Aus der Region, besser gesagt aus allen Vierteln des Landes, kamen auch die 60 Volkstanzpaare, die unter der Leitung der Volkskultur NÖ mit Chefin Dorli Draxler und mit den Fahnenträgern der landwirtschaft-lichen Fachschulen Gaming und Gießhübl für eine schwungvolle Balleröffnung sorgten. Den musikalischen Willkommensgruß im Eingangsfoyer überbrachte standesgemäßdie 40-köpfige Bauernbund-Kapelle unter der Leitung des ehemaligen Weinbaupräsidenten Josef Pleil. Rund 160 Musiker zeigten auf 20.000 Quadratmetern Tanzfläche mit mehreren Bars und Lounges ein breit gefächertes Musikprogramm, sodass die Ballbesucher bis in die frühen Morgenstunden das Tanzbein schwingen konnten.

Zahlreiche namhafte Persönlichkeiten aus Politik, Medien, Kultur und Wirtschaft – an der Spitze NÖ Landeshauptmann Erwin Pröll mit Gattin Sissy, der Präsidentin von „Hilfe im eigenen Land“, feierten das Ballereignis begeistert mit. In Dirndl, Trachtenanzug und Lederhose übers Tanzparkett fegten auch Landeshauptmann-Stv. Johanna Mikl-Leitner, die Bundesminister Sebastian Kurz und Andrä Rupprechter, der Obmann des NÖ Bauernbundes, Hermann Schultes, Agrarlandesrat Stephan Pernkopf, Landtagspräsident Hans Penz, ÖVP-Landesgeschäftsführer Bernhard Ebner, ÖVP-Wien-Landesobmann Gernot Blümel, LKÖ-Generalsekretär Josef Plank, Weinbaupräsident Johannes Schmuckenschlager sowie die Vertreter des Bayrischen Bauernverbandes, Präsident Walter Heidl und Generalsekretär Hans Müller.

Neben vielen weiteren Spitzenfunktionären und Abgeordneten des Bauernbundes mit dabei waren auch Präsident Erwin Hameseder, Generaldirektor Klaus Buchleitner, Landesbäuerin Irene Neumann-Hartberger, Landesmilitärkommandant Martin Jawurek und die Vertreter der Bauernbundjugend mit Bundesobmann Stefan Kast und Landesobmann Martin Sturm sowie die Leitung der NÖ Landjugend, Sandra Zehetbauer und Harald Hochedlinger.

Neu als helfende Hände am Ballabend dazugekommen waren Vertreterinnen des Vereins „Die Bäuerinnen“. Die Damen übernahmen den Sektempfang beim Eingangsfoyer und richteten ein Schätzspiel aus, bei welchem es Schmankerlkörbe aus allen vier Vierteln des Landes zu gewinnen gab. Als Damenspende hatten Ballbesucherinnen die Wahl zwischen zwei Büchern übers Garteln und übers Kochen, zur Verfügung gestellt vom AV-Verlag.

Die Mitglieder der Landjugend NÖ verstärkten ihren Einsatz am Ball:
Neben Radio NÖ-Disco, Milchbar und AMA-Gütesiegel-Melkwettbewerb zeichneten die Jugendlichen auch für den reibungslosen Ablauf im "So schmeckt NÖ-Weindorf“ verantwortlich.

"Besonders schön ist der soziale Aspekt, wenn die junge Generation hier tatkräftig ans Werk geht und damit Engagement von der Jugend für die Jugend erbracht wird“, freuten sich Obfrau der Akademikergruppe Klaudia Tanner und Ballobmann Stefan Jauk. Der Reinerlös des Balls kommt in bewährter Weise alljährlich rund 300 Schülern und Studierenden aus der Land- und Forstwirtschaft zugute. In der Vergangenheit konnten so schon über 12.600 Stipendien vergeben werden.

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