VSStÖ ad "Plan A" der SPÖ: Studienplatzfinanzierung bedeutet Zugangsbeschränkungen

Für den freien und offenen Hochschulzugang gibt es keinen Plan B!

Wien (OTS) - Heute hat Bundeskanzler Kern den New Deal präsentiert. Ein Papier, das die Arbeitsschwerpunkte der SPÖ vorstellt. Auch zum Thema Hochschulpolitik und soziale Absicherung von Studierenden finden sich einige Ideen und Vorschläge.

Es ist erfreulich, dass viele langjährige VSStÖ Forderungen nun auch endlich in der SPÖ Beachtung finden: Der Ausbau der Studienbeihilfe, ein klares Nein zu Studiengebühren, Frauenförderungen an den Hochschulen, verstärktes digitales Orientierungsangebot während der Schulzeit und die Bestrebungen den Hochschulzugang für Lehrlinge zu erleichtern. Doch all dies tröstet nicht darüber hinweg, dass sich die SPÖ mit der Forderung nach einer Studienplatzfinanzierung de facto vom freien Hochschulzugang verabschiedet.

"Wie wir es von Kern gewohnt sind, ist er ein Mann großer Worte. Seine Forderung nach einer Maximalanzahl von Studierenden und die Studienplatzfinanzierung stellen einen deutlichen Angriff auf den offenen und freien Hochschulzugang dar. Eine Errungenschaft der Kreisky Ära, von der auch Kern selbst noch als Student profitiert hat und diese nun mit Füßen tritt“, führt Walch aus.

Der Plan pro Student und Studentin eine gewisse Summe festzulegen, die qualitative Lehre und ein gutes Betreuungsverhältnis gewährleistet, ist grundsätzlich keine schlechte Idee. Der Fehler wird beim Weiterdenken des Modells begangen. Die Anzahl der Studierenden orientiert sich hierbei an der zur Verfügung gestellten Finanzmittel und nicht umgekehrt. Gibt es nicht deutlich mehr Budget für den Hochschulsektor, führt dies, gepaart mit der von Kern geforderten Steuerung der Studienplätze, unweigerlich zu Zugangsbeschränkungen.

"Der New Deal hinterlässt trotz einiger guter Ansätze gemischte Gefühle bei uns. Trotz der darin enthaltenen Verbesserungen für Studierende, führt die Abschaffung des freien Hochschulzugangs zu einer massiven Veränderung des gesamten österreichischen Bildungssystems“, so Walch abschließend.

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