NEOS zu Arbeitskräftemobilität: ÖVP versucht vorhandene Förderungen als Neuerung zu verkaufen

Gerald Loacker: "Die ÖVP ruft nach staatlicher Intervention, anstatt die Zumutbarkeitsbestimmungen anzugehen"

Wien (OTS) - Der Vorschlag von Vizekanzler Reinhold Mitterlehner zur Förderung der Arbeitskräftemobilität ringt NEOS-Sozialsprecher Gerald Loacker ein müdes Lächeln ab: „Die Mobilität von Arbeitskräften wird seit mehreren Jahren durch das AMS im Rahmen der Entfernungsbeihilfe gefördert. Die ÖVP will sich innovativ geben und versucht bereits Vorhandenes als Neuerung zu verkaufen. Dabei ist die nun zusätzlich vorgeschlagene Zahlung nichts anderes als ein Beweis für die Bürokratie-Geilheit der ehemaligen Volkspartei. Einerseits von Bürokratie-Abbau zu sprechen und dann im Hintergrund neuerliche Tintenburgen zu bauen, ist unerhört und wirtschaftsfeindlich.“

Die ÖVP solle vielmehr den Mut aufbringen, endlich die Zumutbarkeitsbestimmungen anzugehen, statt nach staatlicher Intervention zu rufen, wie der NEOS-Sozialsprecher erläutert: „Die Zumutbarkeitsbestimmungen halten die Arbeitslosen vor allem davor ab, schneller wieder in Beschäftigung zu kommen. Von Arbeitslosen kann anscheinend nicht erwartet werden, dass sie mehr als eine Stunde Anfahrtsweg zu einem potenziellen Arbeitsplatz in Kauf nehmen. Die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, die diese Distanzen alltäglich freiwillig auf sich nehmen, fühlen sich verständlicherweise gefrotzelt. Denn sie finanzieren damit das Arbeitslosengeld und die Notstandshilfe.“ Aus diesem Grund fordern NEOS eine Erhöhung der täglich zumutbaren Wegzeit von zwei auf zumindest drei Stunden.

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