WKNÖ-Zwazl: „Machen wir 2017 zum Jahr der Deregulierung“

Forderung nach Senkung der Körperschaftsteuer beim WKNÖ-Neujahrsempfang

St. Pölten (OTS) - "Unsere Botschaft ist klar: Machen wir 2017 zum Jahr der Deregulierung - damit unsere Unternehmen die nötige Luft zum Atmen haben und unser Wohlstand gesichert ist." In diesem Appell für einen kräftigen Bürokratieabbau gipfelte gestern die Festrede von Sonja Zwazl, der Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ) beim traditionellen WKNÖ-Neujahrsempfang im Palais Niederösterreich in Wien. Zugleich drängte die WKNÖ-Chefin als "richtigen Turbo" auf weitere Maßnahmen zur Ankurbelung von Investitionen und Wachstum wie eine Senkung der Körperschaftssteuer, eine vorzeitige Abschreibung von Neuinvestitionen von 50 % und eine Erhöhung bei der sofortigen Abschreibung von geringwertigen Wirtschaftsgütern von derzeit 400 auf 1.500 Euro.

Lohnnebenkostensenkung und verlängerter Handwerkerbonus

Zugleich verwies Zwazl auf bereits erreichte Verbesserungen wie Lockerungen bei den Eichpflichten, die frisch in Kraft getretene Lohnnebenkostensenkung beim Familienlastenausgleichsfonds um rund eine halbe Milliarde Euro, die Halbierung der Verzugszinsen in der SVA, die Weichenstellungen für den Teilkrankenstand, die Verlängerung des Handwerkerbonus und - nicht zuletzt – die neue Investitionszuwachsprämie. Jetzt gelte es, nicht locker zu lassen, sondern den Bürokratieabbau und Senkungen bei der Körperschaftssteuer weiter konsequent zu verfolgen. "Durch weniger Bürokratie, weniger Steuern und mehr Investitionsanreize wäre eine größere Steigerung des Wirtschaftswachstums drinnen."

Leitl: "Bürokratie ist eine Riesenschlange, die alles erdrückt"

Volle Rückendeckung für diese Forderungen erhielt Zwazl vom Präsidenten der Wirtschaftskammer Österreich, Christoph Leitl. Die Bürokratie sei "das Grundübel unseres Landes" und wie "eine Riesenschlange, die alles umwickelt und alles erdrückt", so Leitl. "Wir müssen Optimismus verbreiten und zugleich diese Riesenschlange glaubhaft bekämpfen." Als besondere Stärken der niederösterreichischen Wirtschaft nannte der WKO-Präsident eine besondere Kreativität der Betriebe, eine vorbildliche und bewusste Förderung von Talenten, insbesondere durch den NÖ Begabungskompass, und eine respektvoll gelebte Sozialpartnerschaft.

Mikl-Leitner will Eltern verstärkt für Lehre gewinnen

Landeshauptmann-Stellvertreterin Johanna Mikl-Leitner würdigte insbesondere die duale Ausbildung und dankte den Ausbilderbetrieben für ihre verantwortungsvolle Arbeit. "Unsere Lehrlinge sind Weltklasse." Insbesondere bei den Eltern müsse man künftig noch viel mehr die besonderen Chancen mit einer Lehre trommeln. "Ein Lehrberuf ist die beste Garantie, um in Zukunft eine Beschäftigung zu haben." Zugleich betonte Mikl-Leitner die Digitalisierung als "riesige Chance für Niederösterreich".

Bohuslav: Vielfältige Unterstützungen auf dem Weg der Digitalisierung

Die Auszeichnung Niederösterreichs als "Unternehmerregion 2017" – "Wir sind Nummer 1 in Europa" - und die Bedeutung der Digitalisierung als "Thema für die gesamte Wirtschaft" strich auch Wirtschafts-Landesrätin Petra Bohuslav hervor. Die niederösterreichischen Unternehmen würden in enger Kooperation von Land und Wirtschaftskammer Niederösterreich auf diesem Weg in vielfältiger Weise unterstützt, etwa durch die Technologie- und Innovationspartner (TIP), eigene Workshops, Innovationsassistenten und gezielte Förderungen.

Würdigung für 92 Preisträger

Über 300 Besucherinnen und Besucher aus Wirtschaft, Politik, Diplomatie und Sozialpartnerschaft waren der Einladung der WKNÖ gefolgt – darunter die Vertreter von 92 Unternehmen, die im Vorjahr mit ihren Leistungen als Preisträger reüssieren konnten. Dazu nochmals WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl: "Niederösterreichs starke Unternehmen – die flexiblen EPU, die innovativen kleinen und mittleren Unternehmen, die regional wie international bestens vernetzten Leitbetriebe – sind der beste Garant für eine gute Zukunft und ein erfolgreiches Jahr 2017. Niederösterreichs Unternehmen stehen für Innovationen, Exporterfolge und Arbeitsplätze! Ihre Leistungen verdienen volle Unterstützung und volle Anerkennung."

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