AK Kaske: „Flexible Arbeitszeiten schon längst Usus“

Arbeitswelt muss Vorteile für alle bringen!

Wien (OTS) - „Wir sind in Sachen Arbeitszeitflexibilisierung jederzeit gesprächsbereit“, sagt AK Präsident Rudi Kaske zu der aufgeflammten Arbeitszeitdiskussion. „Allerdings“, so Kaske weiter, „darf es sich dabei nicht um eine Einbahnstraße handeln.“ Zudem, betont Kaske, sollten zuerst einmal die von den Sozialpartnern geschaffenen gesetzlichen Möglichkeiten ausgeschöpft werden, bevor neue Maßnahmen eingefordert werden.

Der Ruf der Wirtschaft nach flexibleren Arbeitszeiten geht vor allem zu Lasten der ArbeitnehmerInnen. Diese werden vor zwei Probleme gestellt: Zum einen wollen die Betriebe mit derartigen Modellen ihre Spitzenzeiten abdecken. Doch zugleich wollen die Beschäftigten auch ihren familiären Pflichten nachgehen. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie kann so zu einem großen Problem werden. Kaske: „Bei der Arbeitszeit geht es nicht nur um die Wünsche der Wirtschaft. Arbeitnehmer haben ein Recht auf Familie und Freizeit.“ Zum anderen sollen Überstunden in normale Arbeitszeit umgewandelt und 1:1 abgegolten werden. Den ArbeitnehmerInnen entstehen dadurch Einbußen an Einkommen oder bezahlter Freizeit. „Derartige Modelle wird es mit uns ganz sicher nicht geben“, betont der AK Präsident.

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie Freizeit muss sichergestellt werden. Denn nur gesunde und zufriedene ArbeitnehmerInnen können auch den von ihnen verlangten Einsatz bringen und so den für die Unternehmen notwendigen Ertrag erzielen. Letzterer darf zudem nicht nur in die Kassen der Eigentümer und Unternehmer fließen, sondern es muss auch eine faire Entlohnung für die Beschäftigten gewährleistet sein. „Eine Überstunde ist eine Überstunde und muss auch bezahlt werden“, so Kaske.

„Die Sozialpartner haben in den vergangenen Jahren zahlreiche Maßnahmen im Arbeitszeitgesetz geschaffen, etwa zusätzliche Überstundenpakete für dringliche Aufträge bis hin zur Jahresdurchrechnung. Diese Möglichkeiten sollten zuerst herangezogenen werden, bevor wieder Rufe nach neuen Modellen laut werden“, schließt Kaske.

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