Luchs-Abschuss – Jarolim erfreut über „richtungsweisendes OGH-Urteil im Sinne des Tierschutzes“

„Problemjäger“ in die Schranken weisen

Wien (OTS/SK) - Erleichtert ist SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolim über das Urteil des Obersten Gerichtshofs, wonach eine Jägerin nun doch Schadenersatz für den Abschuss eines Luchses im Nationalpark Kalkalpen zahlen muss. „Der OGH hat damit das völlig unverständliche Urteil des Landesgerichts Steyr aufgehoben und klargestellt, dass illegale Abschüsse von geschützten Tieren, die in einem kostenintensiven öffentlichen Aufzuchtprogramm herangewachsen sind, einen Schaden für die Allgemeinheit darstellen, der zu ersetzen ist.“ Leider gebe es immer wieder „schwarze Schafe“ unter den Jägern, die rücksichtslos ihrem „Vergnügen“ nachgehen – „diese Problemjäger müssen in die Schranken gewiesen werden“, so Jarolim. ****

Anfang 2016 war eine Jägerin strafrechtlich verurteilt worden, die im Nationalpark Kalkalpen einen streng geschützten Luchs abgeschossen hatte. Sie wurde hierfür strafrechtlich verurteilt, darüber hinaus durch ein erstinstanzliches Urteil auch zum Schadenersatz in Höhe von 12.000 Euro als Ersatz für die verlorengegangenen Kosten des Nationalparks Kalkalpen bei der Unterhaltung des Aufzuchtprogrammes für die Luchse. Das Landesgericht Steyr hatte dann in einem Urteil den Schadenersatz aberkannt mit dem Argument, bei Wildtieren entstehe kein Schaden – „und dies obwohl das Aufzuchtprogramm nicht unerhebliche Kosten verursacht, die die Allgemeinheit, also wir SteuerzahlerInnen, tragen“, so Jarolim verärgert.

Dass der OGH jetzt „dieses eklatante Fehlurteil des Landesgerichts“ aufgehoben hat, ist für den SPÖ-Justizsprecher „richtungsweisend im Sinne des Tierschutzes. Es kann nicht sein, dass in Österreich streng geschützte Tiere gewissenlosen, illegal agierenden Jägern zur unbestraften Tötung überlassen werden“. Auch von den Landesjagdverbänden erwartet sich Jarolim „eine klare Distanzierung von solchen üblen Praktiken“. (Schluss) up/ah/mp

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