Gewerkschaft vida: Tourismus braucht keine schärferen Zumutbarkeitsbestimmungen sondern bessere Arbeitsbedingungen!

vida-Tusch: "Staatlich angeordnetes Wanderarbeiterwesen löst Probleme der Branche sicher nicht!"

Wien (OTS/ÖGB) - Ein deutliches Nein zu schärferen Zumutbarkeitsbestimmungen für Arbeitslose in der Tourismusbranche kommt von der zuständigen Gewerkschaft vida. "Wenn der Wirtschaftsminister feststellt, dass es einfacher ist, einen Koch aus der Ukraine nach Salzburg zu bekommen als aus dem Burgenland, dann hat er ein Problem erkannt: Offensichtlich findet man nur mehr in einem Land mit Kriegszuständen und einem Lohnniveau am Rande der Verelendung Personal für österreichische Leitbetriebe im Tourismus", so Berend Tusch, Vorsitzender des vida-Fachbereichs Tourismus.

Obwohl zu den derzeitigen Rahmenbedingungen angeblich kein Personal gefunden werden kann, will offensichtlich niemand außer der Gewerkschaft Änderungen herbeiführen, kritisiert Tusch: "Wenn eine Branche so dringend Arbeitskräfte sucht, liegen die Probleme wohl bei Arbeitsbedingungen und Entlohnung! Wir müssen sofort Verhandlungen über Verbesserungen beginnen! Und nebenbei frage ich mich schon: Wo sind in Österreich die großflächigen Inserate, mit denen man um Personal für Tourismusbetriebe wirbt? Das passiert offensichtlich nur in Billigstlohnländern!"

Unwürdig in der Causa "gefühlter Personalmangel" gebärdet sich für Tusch die ÖVP: "Während diese üblicherweise dem Privatisierungswahn der öffentlichen Daseinsvorsorge das Wort redet, sollen im Tourismusarbeitsmarkt staatliche Zwangsmaßnahmen - wie schärfere Zumutbarkeitsbestimmungen für Arbeitslose - für die eigene Bevölkerung oder ein internationales Wanderarbeiterwesen die katastrophalen Zustände kaschieren!" In der Privatwirtschaft gilt das Prinzip von Angebot und Nachfrage, so Tusch: "Leidet die Tourismusbranche unter einem Nachfrageproblem, muss sie endlich bereit sein das Angebot zu erhöhen!"

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