Hausärzte: Ärztekammer zieht positive Bilanz zu Versorgung über Weihnachten

50-Prozent-Regel deutlich übertroffen – Szekeres: „Vorwurf der Mitschuld an Gangbettenproblematik in Richtung niedergelassene Ärztinnen und Ärzte haltlos“

Wien (OTS) - Eine positive Bilanz in puncto hausärztlicher Versorgung kann die Wiener Ärztekammer über die zwei vergangenen Wochen seit Weihnachten ziehen. Laut Ärztefunkdienst waren knapp zwei Drittel (62,9 Prozent) der Hausärzte über die Feiertage im Einsatz. Sie konnten damit die geforderte Anwesenheit von mindestens 50 Prozent Anwesenheit deutlich übertreffen. Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres sieht damit die in Verbindung mit den Gangbetten vorgebrachten Vorwürfe der sogenannten Wiener Patientenanwältin Sigrid Pilz als entkräftet: „Die niedergelassenen Hausärzte waren und sind für ihre Patienten da.“ ****

Der Ärztefunkdienst, der von der Wiener Ärztekammer betrieben wird, verfügt über alle Urlaubsmeldungen der niedergelassenen Ärzteschaft und erhält auch die Krankmeldungen von erkrankten Hausärzten. Szekeres: „Im Gegensatz zu den Schnellschüssen und Falschmeldungen der ‚Patientenanwältin‘ von letzter Woche nehmen wir uns Zeit, fakten- und evidenzbasiert zu kommunizieren.“

Demnach waren laut Auflistung des Ärztefunkdiensts in der ersten Weichnachtswoche (27. bis 30. Dezember 2016) mehr als die Hälfte (57,0 Prozent) der Ärztinnen und Ärzte im Einsatz, in der zweiten Ferienwoche (2. bis 5. Jänner 2017) waren es mehr als zwei Drittel (68,7 Prozent). Dazu gab es wienweit lediglich vier Krankmeldungen an den Ärztefunkdienst.

„Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte versorgen keine Patienten, die im Spital liegen. Der Vorwurf der Schuld am Spitalschaos des Wiener Krankenanstaltenverbunds in Richtung niedergelassene Ärztinnen und Ärzte ist daher vollkommen haltlos“, so Szekeres. Die Bettenkapazität in den Spitalsabteilungen werde aufgrund der Anzahl des vorhandenen Personals berechnet. Da dieses offenbar nicht ausreichend vorhanden sei, würden nun Gangbetten eingesetzt werden.

Hier würden das KAV-Management und die städtische Politik seit Jahren versagen, und das nicht nur im Winter. Darüber dürfe Pilz aber nicht reden, da ihre Beschäftigung bei der Stadt Wien wohl Interessenkonflikte mit ihrer „unabhängigen“ Patientenanwaltschaft mit sich bringe. Szekeres: „Das ist ein Schlag ins Gesicht der gesamten Patientenschaft.“ (ast)

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