„Universum“ begleitet die Entwicklung von Kaiserpinguinküken

In „Eisbabys – Eine Kindheit in der Antarktis“ am 10. Jänner in ORF 2

Wien (OTS) - Widerstandsfähig, ausdauernd und noch dazu entzückend:
Kleine Kaiserpinguine vereinen diese Attribute eindrucksvoll. Die „Universum“-Dokumentation „Eisbabys – Eine Kindheit in der Antarktis“ begleitet am Dienstag, dem 10. Jänner 2017, um 20.15 Uhr in ORF 2 ihre Entwicklung, vom Moment des Schlüpfens bis zu ihrem Aufbruch in die Weiten des Ozeans. Schauplatz ist einer der kältesten Orte der Welt – die Antarktis. Hier wachsen die ungewöhnlichen Vögel auf, hier sind sie Temperaturen von bis zu minus 60 Grad Celsius und peitschenden Schneestürmen ausgesetzt. Die BBC-Produktion von John Downer (deutsche Bearbeitung: Margarita Pribyl) ist ein spannendes Porträt der flugunfähigen Seevögel, die mit vielen Tricks die sensible Zeit am Beginn ihres Lebens zu überstehen wissen.

Mitten im tiefsten Winter bahnt sich in der Antarktis eine der außergewöhnlichsten Geschichten des Tierreichs an. Während zweier langer Monate voller beißender Winde und unvorstellbarer Kälte haben die Kaiserpinguinmännchen einer Pinguinkolonie jeweils ein einziges wertvolles Ei bebrütet. Gleichzeitig haben die Pinguinweibchen – fernab ihrer Küken – im offenen Meer nach Fischen gejagt und sich damit den Magen vollgeschlagen. Am Ende dieser Phase müssen die Weibchen so schnell wie möglich wieder zurück zu ihren Jungen. Eine rund 100 Kilometer lange Wegstrecke müssen sie bis zur Kolonie zurücklegen. Bis zum Eintreffen des Muttertiers versorgt das Pinguinmännchen das Küken. Der Vater füttert es mit einer nahrhaften milchigen Substanz, die in einer speziellen Drüse seiner Speiseröhre produziert wird. Die Pinguinweibchen füttern ihre Küken ferner mit vorverdautem Fisch.

Trotzdem stehen den frisch geschlüpften Pinguinküken schwere Wochen und Monate bevor – immerhin müssen sie in einer der unwirtlichsten Regionen der Welt aufwachsen. In den nächsten sechs Monaten müssen sie sich rasant entwickeln, bis sie schließlich imstande sind, eigenständig im Südpolarmeer zu leben. Gegen die Kälte wissen sich die Küken in der Pinguinkolonie etwa mit der Bildung kleiner Gruppen zu helfen – sie rücken nahe zusammen, wenn der Sturm der Antarktis gnadenlos peitscht, und wärmen sich so gegenseitig. Pinguine haben ausgeprägte soziale Kompetenzen, für die Küken bedeutet das, dass sie lernen müssen, mehr und mehr Verantwortung in der Kolonie zu übernehmen. Sie müssen ihre Rolle finden, das eigene Durchkommen sichern, aber auch ihren Beitrag innerhalb der Gruppe leisten.

Sind die ersten sechs Monate im Leben der Kaiserpinguinküken vorüber, beginnt ein neues Kapitel. Nun müssen die Kaiserpinguine ohne Elterntiere auskommen und sich eigenständig ernähren. Und irgendwann werden sie selbst für Nachwuchs sorgen und ein Pinguinküken großziehen.

Die Sendung ist auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) – vorbehaltlich vorhandener Online-Lizenzrechte – als Live-Stream sowie nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar.

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