Laki zur ernüchternden Umfrage über Investitionen der NÖ Industrie

Der Fehler liegt in der fehlenden Hochtechnologie – WKO Rezepte von gestern sind fehl am Platz

St. Pölten (OTS) - Die NÖ Unternehmer stehen auf der Investitionsbremse! Darauf verweist heute der Landtagsabgeordnete des Team Stronach für NÖ, Dr. Walter Laki. „Nur zehn Prozent der niederösterreichischen Betriebe wollen ihr Investitionsvolumen aufstocken“, bezieht sich Laki auf Aussagen des Leiters der Wirtschaftspolitischen Abteilung der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Dr. Schneider, der darauf verweist, dass in Niederösterreich eine große Investitionslücke besteht. Er beziffert sie in der Größenordnung zwischen 250 und 300 Millionen Euro.

Staatliche Investitionsförderungen sind ein Rezept von gestern

Dem Vizepräsidenten der NÖ Wirtschaftskammer Ing. Breiter fällt zu der aufgezeigten Problematik nicht anderes ein, als Steuersenkungen für die Industrie, kritisiert Laki. Auch WKO Präsident Leitl ruft in einer Presseaussendung am 29.12. ebenfalls nach dem Steuerzahler -dazu Laki: „Selbstverständlich sind die Steuern zu hoch, das Problem liegt aber ganz woanders: eine Investition muss sich rechnen. Denn wenn sich eine Investition OHNE Steuermittel nicht rechnet, wird diese vom Unternehmer auch NICHT getätigt. Was wir brauchen, sind wettbewerbsfähige Produkte, sonst nichts!“

Der Markt und die Produkte bestimmen die Investitionen

Damit ein Unternehmer investiert, braucht er eine entsprechende Nachfrage der Produkte und Konkurrenzfähigkeit bei der Erstellung der Produkte, erinnert Laki ans „kleine abc“ der Betriebswirtschaft. „Um das aber zu bewerkstelligen fehlen uns die Produkte und die Ingenieure. Von denen haben wir zu wenige, weil erstens viel zu viel in Gesundheit und Business investiert wird und zweitens müssen wir den angehenden Ingenieuren eine noch bessere Ausbildung zukommen lassen“, verlangt Laki.

Beispielsweise haben die Bayern, daran erinnert Laki erneut, die Ingenieure und die Produkte, die wir brauchen. Mit rund 15 Jahren Vorsprung auf Österreich haben die Deutschen rechtzeitig in die Robotertechnologie investiert. Heute haben sie die niedrigste Arbeitslosenrate seit Jahrzehnten, Österreich die Höchste.

Österreich „sandelt“ massiv ab – mit Griechenland gleich auf

In den sogenannten „Target2 Salden“ der Europäischen Zentralbank EZB werden die Zahlungsungleichgewichte zwischen den Nationalbanken ausgewiesen. Während Deutschland, Luxenburg, Niederlande, Finnland und Zypern Gläubiger sind, zählt Österreich in der Zwischenzeit bereits zu den Schuldnerländern a´ la´ Griechenland. Beispielsweise hat Griechenland 76 Mrd, Portugal 67 Mrd und Österreich bereits 30 Mrd Euro Verbindlichkeiten gegenüber der EZB, bzw den Nordländern. So gesehen bedeutet das, dass ein Öxit Österreich mindestens 30 Milliarden kosten würde, rechnet Laki zum Vergleich vor.

„Wir brauchen entgegen der Meinung der Wirtschaftskammer, 1. weniger Subventionen, jedoch 2. mehr Ingenieure mit einer noch besseren Ausbildung und 3. weltmarktfähige Produkte. Dann kommen die Investitionen von selbst. Denn nur über Hochtechnologie, insbesondere Robotik, können wir den Anschluss wieder schaffen – alles andere ist unwirksamer Schnee von gestern“, sagt der Landtagsabgeordnete des Team Stronach für NÖ.

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