Auer: Deutsche Forderung nach höheren Steuern auf Milch und Fleisch ist nicht unser Weg

ÖVP-Landwirtschaftssprecher: Druck auf Produzenten würde erhöht

Wien (OTS) - Wenn das deutsche Umweltbundesamt eine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Tierprodukte wie Milch und Fleisch fordert, so ist das für Österreich sicher kein gangbarer Weg. Im Gegenteil: Wir sehen die Landwirtschaft als Teil der Lösung und nicht als Problem. Die Landwirtschaft trägt einen wichtigen Teil zum Klimaschutz bei. Das sagte heute, Donnerstag, ÖVP-Landwirtschaftssprecher und Bauernbundpräsident Jakob Auer anlässlich der Diskussion in Deutschland.

"Die geschlossenen Futterkreisläufe, die typisch sind für die österreichische Milchkuhhaltung, wirken sich nachweislich positiv auf die CO2-Bilanz aus. Die österreichische Landwirtschaft hat in Bezug auf ihre Klimafreundlichkeit gegenüber anderen EU-Ländern eine Sonderstellung. Österreich ist geprägt von einer nachhaltigen und biologischen Landwirtschaft, hat rund 20 Prozent Biobetriebe und rund 80 Prozent ÖPUL (Österreichisches Programm für eine umweltgerechte Landwirtschaft) -Betriebe. Und mit dieser Produktionsweise haben wir in der Milch- und Fleischproduktion die niedrigsten Treibhausgas-Emissionen im EU-Vergleich. Das bestätigt eine Studie des Joint Research Centre (JRC) der EU-Kommission", erläuterte Auer.

Eine Erhöhung der Lebensmittelpreise führe anteilsmäßig zudem vor allem zu Belastungen der sozial schwachen Haushalte, so Auer weiter. Das zeigt auch die Konsumerhebung der Statistik Austria.

Eine höhere Umsatzsteuer würde - durch zu erwartende Rückgänge der Produzentenpreise – nur den Druck auf Produzenten erhöhen, führe zu einem beschleunigten Strukturwandel und gefährde eine flächendeckende Landbewirtschaftung insbesondere in benachteiligten Regionen. Ebenso sei zu erwarten, dass Importe, vor allem aus Südamerika, steigen werden, führte der Bauernbundpräsident weiter aus.

"Eine Umsatzsteuer-Erhöhung auf Lebensmittel ist daher keine sinnvolle umweltpolitische Maßnahme. Österreich zeigt auf, wie eine nachhaltige und klimaschonende Landwirtschaft Hand in Hand funktionieren kann", wies Auer abschließend unter anderem auf Agrarumweltprogramme und das hohe Schutzniveau durch eine strenge Gesetzgebung hin.
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