Erster „Kulturmontag“ 2017: Golden Globes, Peter Turrinis „Sieben Sekunden Ewigkeit“, Lars Eidinger mit neuem Film im Studio

Außerdem: Doku „David Bowie, der Weg zur Legende“ zum ersten Todestag

Wien (OTS) - Zur ersten Ausgabe des „Kulturmontag“ im Jahr 2017 begrüßt Clarissa Stadler am 9. Jänner um 22.30 Uhr in ORF 2. Die Sendung berichtet u. a. von den Highlights der 74. Verleihung der Golden Globe Awards, die in der Nacht davor in Los Angeles stattfindet. Thema der Sendung ist außerdem die außergewöhnliche neue Filmtragikomödie „Die Blumen von gestern“ von Chris Kraus, die demnächst in den heimischen Kinos startet – dazu Hauptdarsteller Lars Eidinger zu Gast im Studio. Auch eine bevorstehende Bühnenpremiere ist im Mittelpunkt des Kulturmagazins: die Josefstadt-Uraufführung von „Sieben Sekunden Ewigkeit“ mit Sandra Cervik – Peter Turrinis Stück über Hedy Lamarr. Anschließend zeigt ORF 2 die Dokumentation „David Bowie, der Weg zur Legende“ (23.15 Uhr) anlässlich des ersten Todestags des Musikers.

Glamour, Freudentränen, Siegerlächeln – Best of Golden Globes 2017

Glamour auf dem roten Teppich, tränenreiche Dankesreden, vielleicht das eine oder andere Skandälchen: Am 8. Jänner werden die nach den Oscars wichtigsten Filmpreise der Welt, die Golden Globe Awards, zum 74. Mal verliehen. Mit großer Gelassenheit dürfte heuer Regisseur Damien Chazelle ins Rennen gehen. Sein Musical „La La Land“ mit Ryan Gosling und Emma Stone in den Hauptrollen ist Anwärter auf insgesamt sieben Trophäen. Hoch im Kurs steht mit sechs Nominierungen auch der Independentfilm „Moonlight“, der die Lebensgeschichte eines Afroamerikaners erzählt. Auch das fünffach nominierte Drama „Manchester by the Sea“ könnte laut Hollywood-Prognosen zumindest einen Preis holen. In der Kategorie bester nichtenglischsprachiger Film lautet das Ma tch Isabelle Huppert versus Peter Simonischek oder vielmehr: „Elle“ versus „Toni Erdmann“. Immerhin wurde die deutsch-österreichische Koproduktion vom Branchenblatt „Hollywood Reporter“ als „allererster wirklich lustiger“ Komödien-Export aus deutschen Landen gelobt. Und: Keine Gala ohne Nominierung für Meryl Streep. Acht goldene Globen hat sie bereits im Regal stehen, zum 30. Mal ist sie nominiert. Selbst wenn sie heuer für ihre Leistung als „Florence Foster Jenkins“ leer ausgehen sollte, ohne Trophäe geht sie auch diesmal nicht heim: Ihr wurde der „Cecil B. DeMille Award“ für das Lebenswerk zuerkannt. Der „Kulturmontag“ berichtet über die Highlights der Golden Globes 2017.

Film- und Bühnenstar Lars Eidinger live im Studio

Als bester Schauspieler der Welt hat er sich einmal bezeichnet – und die Kritiker widersprechen so gut wie nie. Er war Hamlet und Richard III., auf der Leinwand überzeugt er genauso wie auf der Theaterbühne. Die Rede ist von Lars Eidinger, dessen jüngstes Filmprojekt ab 13. Jänner in den heimischen Kinos zu sehen ist. Die vom ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens kofinanzierte Tragikomödie „Die Blumen von gestern“ von Chris Kraus erzählt von deutschen Schuldgefühlen, vom Gedenkkult und dem Schweigen derer, die in die Gräueltaten des NS-Regimes – wenn auch als Nachgeborene – involviert waren. Darin prallen zwei extreme Charaktere aufeinander – zwei von der Vergangenheit ihrer Familien Deformierte. Eidinger als Holocaustforscher Toto, dessen Großvater eine Nazigröße war, und Adèle Haenel als Zazie, deren Großmutter Opfer der Schoah war. Entstanden ist ein Film im emotionalen Schleudergang: überbordend komisch, bisweilen hysterisch, dann wieder ganz leise und berührend. Lars Eidinger nimmt diese Tour de Force mit Bravour – und ist live zu Gast im Studio.

„Sieben Sekunden Ewigkeit“ mit Sandra Cervik als Hedy Lamarr in Turrini-Stück

Sie wurde als schönste Frau der Welt gefeiert: Hedy Lamarr, geborene Wienerin, Hollywoodstar und geniale Erfinderin. Dass man heute mit dem Handy telefonieren kann, haben wir ihr zu verdanken. Weltberühmt allerdings wurde sie durch den Film „Ekstase“. Als erste Frau in der Filmgeschichte ließ sie alle Hüllen fallen und sorgte damit für einen Skandal. Ganze sieben Sekunden dauert diese Sequenz, ein Leben lang wurde sie darauf reduziert. „Sieben Sekunden Ewigkeit“ nennt Peter Turrini seine Hommage an diese außergewöhnliche Frau. „Sie flog durch ihr Leben wie ein unbeirrbarer stolzer Vogel und war doch ständig von Abstürzen bedroht“, sagt der Erfolgsautor, der kein biografisches Stück geschrieben hat – vielmehr hat er das Leben von Lamarr als Inspiration genommen, um über eine lebenshungrige, egozentrische und unkonventionelle Frau zu reflektieren. Das Stück feiert am 12. Jänner Uraufführung im Theater in der Josefstadt, Sandra Cervik spielt den Monolog, Stephanie Mohr inszeniert. Der „Kulturmontag“ gibt einen Ausblick.

Zum ersten Todestag: „David Bowie, der Weg zur Legende“ (23.15 Uhr)

Die Musikwelt hat am 10. Jänner 2016 einen Rockstar und den Erfinder der modernen Popmusik verloren: David Bowie starb vor einem Jahr im Alter von 69. Anlässlich seines ersten Todestages lässt Regisseur Francis Whately anhand von Archivaufnahmen Bowie und seine engsten Begleiter sowie die fünf wichtigsten Momente in der Karriere des Ausnahmekünstlers lebendig werden: seinen Durchbruch 1971 und die Veröffentlichung der legendären Alben „Young Americans“ (1975), „Low“ und „Heroes“ (beide 1977), „Scary Monsters“ (1980) sowie „Let’s Dance“ im Jahr 1983. Zu Wort kommen unter anderem Weggefährten wie Mick Ronson, Brian Eno, Tony Visconti oder Nile Rodgers.

Der „Kulturmontag“ – produziert in HD – wird als Live-Stream sowie nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) bereitgestellt.

Das gesamte TV-Angebot des ORF – ORF eins, ORF 2, ORF III sowie ORF SPORT + – ist auch im HD-Standard zu empfangen. Alle Informationen zum ORF-HD-Empfang und zur Einstellung der neuen HD-Angebote finden sich auf der Website hd.ORF.at, die ORF-Service-Hotline 0800 / 090 010 gibt kostenfrei aus ganz Österreich persönliche Hilfestellung.

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