• 05.01.2017, 13:12:35
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„Thema“ am 9. Jänner: Doppelmord in Perchtoldsdorf – Überforderung durch Pflege

Wien (OTS) - Christoph Feurstein präsentiert in „Thema“ am Montag,
dem 9. Jänner 2017, um 21.10 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Doppelmord in Perchtoldsdorf – Überforderung durch Pflege

3. Jänner, 6.00 Uhr Früh im niederösterreichischen Perchtoldsdorf:
Ein Mann ruft die örtliche Polizei. Er gibt an, seine Eltern ermordet
zu haben. Die Opfer wurden mit einem Baseballschläger erschlagen. Der
mutmaßliche Täter Gerald B., 48, lässt sich widerstandslos
festnehmen. Er hat seine betagten Eltern seit Längerem gepflegt. Sie
waren von Geburt an gehörlos, ebenso wie seine zwei Schwestern. Noch
am Tag vor dem Mord hat Gerald B. Hilfe gesucht, sagt Christoph
Gleirscher vom Hilfswerk: „Eine Pflegekraft war gegen Mittag bei ihm
und seinen Eltern und hat Unterstützung angeboten. Die
Gesprächssituation war unauffällig. Wir sind alle tief betroffen.“
Was sind die Hintergründe und wie kann man sich vor Überforderung bei
der Pflege von Angehörigen schützen? Christoph Seibel und Christoph
Bendas haben recherchiert.

„Nein, du verlässt mich nicht!“ – Tödliche Gewalt gegen Frauen

Kurz vor Weihnachten ersticht ein Mann seine Frau in der gemeinsamen
Wohnung in Wien. Die Frau hatte die Scheidung eingereicht. Den
Behörden und Hilfseinrichtungen war ihre gefährliche Situation
bekannt, ihr Mann als „Hochrisikofall“ eingestuft und aus der Wohnung
weggewiesen. „Die Behörden hätten den Mann verhaftet, wenn seine
Morddrohungen gegen jemand anderen als seine Frau gerichtet gewesen
wären“, meint Rosa Logar von der Interventionsstelle gegen Gewalt,
die die Frau betreut hat. Die Expertin ortet Lücken im System. Sie
und andere Einrichtungen fordern schon lange auch eine Betreuung von
polizeilich weggewiesenen Männern. „Schnelle Täterbetreuung bedeutet
den bestmöglichen Schutz für das Opfer“, sagt Lukas Schmid vom Verein
Neustart. Gefordert wird auch ein verpflichtendes Antigewalttraining.
Andrea Poschmaier und Markus Stachl berichten.

Herr Hebamme

Das Neujahrsbaby 2018 könnte erstmals mit Hilfe einer männlichen
Hebamme zur Welt gebracht werden. Markus Leich ist der erste Mann
Österreichs, der einen Studienlehrgang für Hebammen besucht. Zehn
Jahre hatte er bereits in seinem erlernten Beruf als Hotelfachmann
gearbeitet, als er mit 30 ins Grübeln gerät. „Ich wollte etwas tun“,
sagt er, „bei dem ich der Gesellschaft etwas zurückgeben kann.“
Einschränkungen sieht er keine: „Auch wenn ich keine Brust habe, kann
ich Mütter beim Stillen beraten.“ Seine Mitstudentinnen und Lehrenden
halten ihn für sehr talentiert und stehen voll hinter ihm. Jede gute
Hebamme wird dringend gebraucht. Besonders in Wien herrscht akuter
Mangel. Rike Fochler hat den ersten Mann der Zunft getroffen.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als
Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der
ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

Das gesamte TV-Angebot des ORF – ORF eins, ORF 2, ORF III sowie ORF
SPORT + – ist auch im HD-Standard zu empfangen. Alle Informationen
zum ORF-HD-Empfang und zur Einstellung der neuen HD-Angebote finden
sich auf der Website hd.ORF.at, die ORF-Service-Hotline 0800 / 090
010 gibt kostenfrei aus ganz Österreich persönliche Hilfestellung.

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