• 05.01.2017, 11:44:36
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  • OTS0046

Rotes Kreuz: Sicher durch Eis und Schnee

Worauf im Winter bei Sport im Freien zu achten ist und welche Erste-Hilfe-Maßnahmen zu treffen sind, wenn jemand im Eis einbricht.

Utl.: Worauf im Winter bei Sport im Freien zu achten ist und welche
Erste-Hilfe-Maßnahmen zu treffen sind, wenn jemand im Eis
einbricht. =

Wien (OTS) - Rotes Kreuz – Das neue Jahr begrüßt uns mit klirrender
Kälte. Das freut zwar die Wintersportler, dennoch gilt es seinen
Körper gut zu schützen. Dr. Wolfgang Schreiber, Chefarzt des
Österreichischen Roten Kreuzes, rät: „Fettcreme auf unbedeckte
Körperstellen, keine engen Schuhe und gut unterfütterte
Windstopper-Jacken sowie Thermo-Unterwäsche sind bei Minusgraden
wichtig". Erfrierungsgefahr droht schon ab einer Temperatur von minus
fünf Grad, bei Wind sind bereits null Grad gefährlich.

Pistenfans sollten ihren Kopf mit einem Helm schützen, denn beim
Skifahren sind Kopfverletzungen häufig. Wie die Statistik des
Kuratoriums für Verkehrssicherheit zeigt sind allerdings die Knie am
häufigsten von Verletzungen betroffen, und zwar in einem Drittel der
Fälle. Schuld daran sind nicht nur das Material und ungeübte Sportler
sondern auch Leichtsinn, sagt Schreiber: „Carvingskier,
Selbstüberschätzung und nicht selten Alkohol führen zu vielen
Unfällen“. Oft würde es schon helfen vorsichtig zu sein und sich
aufzuwärmen, sagt Schreiber.

Wer sich mit Eislaufschuhen aufs Eis wagt und einbricht sollte
versuchen besonnen zu bleiben. Im kalten Wasser kühlt der Körper
schneller aus als an der Luft. „Deshalb führt eiskaltes Wasser rasch
zur Bewegungsunfähigkeit", sagt Schreiber. Schnell, aber ruhig und
besonnen aus dem Wasser ist also die Devise. Helfer sollten rasch die
Feuerwehr alarmieren. Vom Ufer aus kann man versuchen, die
Einbruchstelle mit einem Brett oder einer Leiter zu erreichen. Im
günstigsten Fall gibt es einen Rettungsball an einer Leine, den man
dem Verunglückten zuwirft, damit sich dieser aus dem Wasser ziehen
kann.

Danach heißt es auf die Unterkühlung reagieren: Den Verunglückten an
einen windstillen Ort bringen und von nasser Kleidung befreien. „Bis
zum Abtransport soll der Ersthelfer den Unterkühlten wach halten, ihn
aber nicht zu Bewegung oder Gehen auffordern. Am besten ist es, ihn
in wärmende Decken oder trockene Kleidungsstücke einzuwickeln“, sagt
Schreiber. Nicht hilfreich sind Massagen, das Abreiben des Körpers
oder das Verabreichen von alkoholischen Getränken, weil es dadurch zu
weiterem Wärmeverlust kommen kann.

Am besten bald die Erste-Hilfe-Kenntnisse auffrischen! Unter
www.erstehilfe.at finden sich alle aktuellen Kurse.

Fotos: http://images.roteskreuz.at/?c=4799&k=6437c9879e

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