„matinee“ am Feiertagswochenende: u. a. Neujahrskonzert-Dakapo und Anna Sacher am Dreikönigstag, Elbphilharmonie am Sonntag

Am 6. und 8. Jänner jeweils ab 9.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - In vielerlei Hinsicht glanzvoll werden die „matinee“-Sendungen am Feiertagswochenende: So wartet der ORF-Kulturvormittag am Dreikönigstag, am Freitag, dem 6. Jänner 2017, mit dem traditionellen Dakapo des „Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker“ (10.00 Uhr) auf, heuer geleitet von Gustavo Dudamel als dessen jüngster Dirigent. Zur Einstimmung stehen davor Robert Neumüllers ORF-Film zur Konzertpause „Der Rhythmus von Wien“ (9.05 Uhr) über den Dreivierteltakt sowie die Reportage „Hinter den Kulissen des Neujahrskonzerts“ (9.30 Uhr) von Thomas Bogensberger auf dem Programm. Zum Abschluss der Feiertags-„matinee“ gibt es ein Wiedersehen mit Beate Thalbergs kürzlich als Teil des erfolgreichen ORF-Sacher-Schwerpunkts gezeigten Dokumentation „Anna Sacher – Die Königin von Wien“ (12.05 Uhr).

Die von Clarissa Stadler präsentierte „matinee“ am Sonntag, dem 8. Jänner, zeigt zunächst eine von Christoph Schuch gestaltete Ausgabe der Reihe „Neue Gartenkunst: Der Garten als Bühne – Vladimir Sitta“ (9.05 Uhr), gefolgt von der ORF/3sat-Produktion „Kalender, Kulte und Kulturen“ (9.35 Uhr), in der die Filmemacher Roswitha und Ronald Vaughan dokumentieren, wie die Gestirne zum verborgenen Leitmotiv von Architektur und Lebenswandel in Hochkulturen wurden. Danach steht die ORF-Dokumentation „Die Hamburger Elbphilharmonie – Vom Millionengrab zum Klangpalast“ (10.25 Uhr) von Katharina Huemer-Ehrenfreund und Arwid Holtenau anlässlich der bevorstehenden Eröffnung am 11. Jänner auf dem Spielplan. Den sonntäglichen ORF-Kulturvormittag beendet eine Folge der nostalgischen Kurzreihe „Ausflug ins Gestern“ über „Wintersport am Arlberg“ (10.50 Uhr).

Freitag, 6. Jänner:

„Der Rhythmus von Wien“ (9.05 Uhr)

Der ORF-Neujahrskonzert-„Pausenfilm“ begibt sich auf musikalische Spurensuche nach jenem Rhythmus, mit dem die multikulturelle Donaumetropole Wien untrennbar verbunden ist – dem Dreivierteltakt. Rückblenden führen in die Zeit Anfang des 19. Jahrhunderts, als der Walzer das Skandalöse, nicht Gesellschaftsfähige repräsentierte. Eingebettet in die Hochglanzbilder von den schönsten Blickwinkeln des heutigen Wien, begleitet von jungen philharmonischen Ensembles und vom Tanz bewegten Stadtbewohnern erzählt die Doku vom lebensbejahenden Rhythmus einer märchenhaften Metropole und Weltstadt zwischen Tradition und Innovation. Die ca. 24-minütige ORF-Produktion wurde von Felix Breisach Medienwerkstatt hergestellt.

„Hinter den Kulissen des Neujahrskonzerts“ (9.30 Uhr)

Der filmische Blick hinter die Kulissen des Neujahrskonzerts zeigt, dass auch die ehrwürdige Tradition der Wiener Philharmoniker nur mit konstanter Erneuerung lebendig bleibt – zum ersten Mal hat der philharmonische Vorstand den Schritt gewagt und mit Gustavo Dudamel den jüngsten Dirigenten engagiert, der je das Neujahrskonzert leiten durfte. Ein ausführlicher Blick hinter die Produktion gilt u. a. den zwei Balletteinlagen mit Solisten des Wiener Staatsballetts – zum ersten Mal – in der Hermesvilla und den Eleven der Ballettakademie, die live im Musikverein tanzten. Renato Zanella (Choreografie), Christof Cremer (Kostüme) und Michael Beyer (Bildregie) sorgten – gemeinsam mit dem eingespielten ORF-Team – für die entsprechende Neujahrsstimmung.

„Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker 2017“ (10.00 Uhr)

Auch im 175. Jahr ihres Bestehens präsentierten die Wiener Philharmoniker ihrem Publikum zum Jahreswechsel ein heiteres und zugleich besinnliches Programm aus dem reichen Repertoire der Strauss-Dynastie und deren Zeitgenossen. Dass sich das altehrwürdige Orchester in den vergangenen Jahren stark verjüngt hat, drückte sich nun auch in der erstmaligen Wahl des jungen Venezolaners Gustavo Dudamel als Neujahrsdirigent aus. Die Musikwelt beeindruckte er mit seiner Verbindung von traditionellem Wiener Flair und südamerikanischem Temperament.
Für die Bildregie der ORF-Übertragung zeichnete in bewährter Manier Michael Beyer verantwortlich – es kommentierte wieder Barbara Rett.

„Die Königin von Wien – Anna Sacher und ihr Hotel“ (12.05 Uhr)

Regisseurin, Drehbuchautorin und ORF-Dokumentarfilmspezialistin Beate Thalberg räumt in ihrer Dokumentation mit manchen Klischees rund um „das Sacher“ und seine legendäre Hotelchefin Anna Sacher auf. Die ORF/ARTE-Doku präsentiert eine differenzierte Persönlichkeit und geschickte Managerin, zeichnet aber auch ein Zeitgemälde der Wiener Ringstraßen-Ära mit dem Erstarken des Bürgertums, vielen neuen technischen Erfindungen und der revolutionären Wiener Moderne. Auch das heutige Sacher steht im Mittelpunkt des Films, der u. a. neben zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die langjährige Chefin Elisabeth Gürtler sowie die neue Führungsgeneration mit Tochter Alexandra und Schwiegersohn Matthias Winkler zu Wort kommen lässt. Außergewöhnliche historische Filmaufnahmen, die in Archiven auf der ganzen Welt für den Film entdeckt wurden, und einmaliges, historisches Amateurmaterial bieten neue Eindrücke Wiens zwischen 1880 und 1945.

Sonntag, 8. Jänner:

„Neue Gartenkunst: Der Garten als Bühne – Vladimir Sitta“ (9.05 Uhr)

Vladimir Sitta kam vor mehr als dreißig Jahren als Einwanderer nach Australien. Im geistigen Gepäck des gebürtigen Tschechen befanden sich schon damals viele neue Ideen für die zeitgenössische Gartengestaltung auf dem fünften Kontinent. Mittlerweile ist Sitta nicht nur in seiner neuen Heimatstadt Sydney gefragt. Der renommierte Gartenarchitekt gilt auch international als Impulsgeber für urbanes Gartendesign. Er versteht es, minimalistische Moderne und barocke Theatralik zu einem aussagekräftigen Stil zu verschmelzen. Den Garten sieht er als Bühne, den er mit den verschiedensten Themen bespielt. Hauptakteure sind die vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft.

„Kalender, Kulte und Kulturen“ (9.35 Uhr)

Ein Erdumlauf um die Sonne dauert genau 365,242198 Tage. Julius Caesar lag mit seinem Kalender um 11 Minuten und 14 Sekunden daneben, 1582 ließ Papst Gregor die Umlaufzeit auf beachtliche 26 Sekunden genau berechnen, und der Kalender der Maya weist eine Abweichung von nur 7 Sekunden auf. Bereits sehr frühe Kulturen legten größten Wert auf eine Beziehung ihrer Bauwerke zu den Laufbahnen von Sonne und Mond. In der Gegenwart werden die zahlreichen Verknüpfungen wiederentdeckt, die Tempel, Steinreihen und selbst Brunnen zum Lauf der Gestirne aufweisen. Nach den Bücherverbrennungen der spanischen Eroberer existieren nur noch drei Handschriften der Maya weltweit und nur eine davon kann im Original betrachtet werden. Diese kam auf ungeklärten Wegen nach Wien, wurde für Dresden erstanden und landete dort in der Schatzkammer des Buchmuseums. Seit der Ankunft in Dresden 1740 ist das Manuskript ein Besuchermagnet, Forschungsgegenstand und Vorlage für viele Veröffentlichungen. Neben den Hinterlassenschaften aus Südamerika dokumentiert der Film auch Kalenderbauten aus Europa, die bisher wenig bekannt sind.

„Die Hamburger Elbphilharmonie – Vom Millionengrab zum Klangpalast“ (10.25 Uhr)

Sie ist das heiß ersehnte Ereignis der Hamburger Musikszene: die bevorstehende Eröffnung der Elbphilharmonie am 11. Jänner 2017 (ORF III überträgt das Eröffnungskonzert live ab 20.15 Uhr). Musikfreunde und Architekturfans warten mit Spannung auf das aufsehenerregende neue Zentrum für Musik aller Genres, das ein „Haus für alle“ sein soll, mit einer öffentlich zugänglichen Plaza und einem fulminanten Panoramablick über den berühmten Hamburger Hafen und die Stadt an der Elbe. Ein schillernder Neubau ragt 110 Meter hoch in den Himmel, entworfen von den renommierten Schweizer Architekten Herzog & de Meuron. Mit der Eröffnung des imposanten Gebäudes wird auch ein Stück Politik- und Wirtschaftsgeschichte neu geschrieben. Die Kostenexplosion mündete Ende 2011 in einen Baustopp, knapp 866 Millionen Euro hat die Elbphilharmonie letztlich gekostet. Und doch ist die Entstehungsgeschichte des Hauses ein Paradebeispiel dafür, wie die Hamburger einen Skandal mit ihrem speziellen hanseatischen Humor zum Highlight der Kulturszene machen.

Die ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) stellt alle Beiträge der „matinee“, für die entsprechende Lizenzrechte vorhanden sind, als Live-Stream und als Video-on-Demand bereit.

Das gesamte TV-Angebot des ORF – ORF eins, ORF 2, ORF III sowie ORF SPORT + – ist auch im HD-Standard zu empfangen. Alle Informationen zum ORF-HD-Empfang und zur Einstellung der neuen HD-Angebote finden sich auf der Website hd.ORF.at, die ORF-Service-Hotline 0800 / 090 010 gibt kostenfrei aus ganz Österreich persönliche Hilfestellung.

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