SJ-Herr: „Neue Wohnungen braucht das Land! Wohnen darf kein Luxus sein.“

Prognostizierte Teuerung mit Leerstandsabgabe und Wohnbauprogramm entgegenwirken

Wien (OTS) - „Die Lücke zwischen Nachfrage und Angebot an leistbaren Wohnungen wird immer größer. Gerade Wohnungen im niedrigen Preissegment werden zur Mangelware!“, so Julia Herr, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend. Sie verweist dabei auf die aktuellen Prognosen des Immobilienvermittlers Re/Max. Gerade für junge Menschen auf der Suche nach der eigenen Wohnung wird die Situation immer schwieriger, denn auch für heuer wird der prognostizierte Mietpreisanstieg mit ca. 3,9% wieder deutlich über der Inflationsrate und der Lohnentwicklung liegen. „Wohnen wird so zum Luxus“, analysiert Herr und sieht die Politik auf Bundes- und Landesebene gefordert.

„Die Wohnbautätigkeit der Gemeinden lässt zu wünschen übrig“, kritisiert Herr, denn man dürfe sich nicht auf den privaten Wohnungsmarkt verlassen. Sie sieht in Gemeindewohnungen einen Schlüssel, um gerade die Nachfrage nach günstigen Wohnungen in Ballungsräumen zu decken. Hier liegt zwischen dem Anstieg an neuen Wohnungen mit 0,8% und dem Anstieg der Nachfrage mit 9% der größte Unterschied. „Dafür braucht es ein gut ausfinanziertes Wohnbauprogramm, welches Hand in Hand mit der Wiedereinführung der Zweckwidmung von Wohnbaugeldern gehen muss“, so Herr. Eine weitere notwendige Maßnahme sieht sie in der Einführung einer Leerstandsabgabe, mit der Spekulation ein Riegel vorgeschoben werden soll.

Insbesondere für Junge braucht es weitere Angebote. Das „5x5“ Modell wurde bereits erfolgreich erprobt und bietet Startwohnungen um 5 Euro pro Quadratmeter (exkl. Betriebskosten) für die ersten fünf Jahre. Danach wird an den regulären Mietpreis angepasst, der Vertrag aber nicht aufgelöst. Darüber hinaus fordert die Sozialistische Jugend klare und nachvollziehbare Mietpreisobergrenzen für alle Mietverhältnisse. „Auch unbefristete Mietverträge müssen wieder zur Regel werden. Nur so ist eine langfristige und selbstbestimmte Lebensplanung möglich!“, so Julia Herr abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Sozialistische Jugend Österreich
Roland Plachy
SJ-Pressesprecher
+43 664 / 450 12 58
office@sjoe.at
www.sjoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SJO0002