Willi: Lkw-Maut neu ist Ökoschmäh

Grüne: Verkehrsministerium betreibt Zahlentrickserei statt seriöser Information

Wien (OTS) - Die neue Lkw-Maut auf Österreichs Autobahnen sei transparenter und bringe mehr Kostenwahrheit, betont Verkehrsminister Leichtfried. Die Wahrheit ist eine andere: „Der Mautunterschied zwischen den ältesten und den neuesten Lkw wird von 2016 auf 2017 geringer und damit auch der Anreiz, auf neuere schadstoffärmere Lkw umzusteigen. Und das, obwohl jetzt externe Kosten wie Lärmbelastung und Luftverschmutzung einberechnet werden. Des Rätsels Lösung liegt in einem miesen Trick, den die Wirtschaftskammer dem damaligen Verkehrsminister Stöger aufs Auge gedrückt hat", urteilt der grüne Verkehrssprecher Georg Willi über diese Zahlenspiele.

Der Trick besteht darin, dass die bisher gestaffelte Grundmaut wegfällt. Ein 40-Tonner zahlte bisher zwischen 32,97 Cent (die modernsten Lkw) und 44,73 Cent (die ältesten Lkw) pro Kilometer. Jetzt zahlen alle 38,26 Cent Grundmaut - mit einer temporären 1-Cent-Verbilligung für Euro 6. Auf diese Grundmaut werden dann Lärm-und Schadstoffkosten aufgeschlagen.

In Summe führt dieser Trick dazu, dass zwar weiterhin ein Mautunterschied zwischen ältesten und neuesten Lkw besteht. Dieser wird 2017 aber verkleinert und senkt den Anreiz für Spediteure und Unternehmen, Lkw der modernsten Klasse anzuschaffen. Das geht dann zu Lasten der Luftqualität und unserer Gesundheit. Außerdem sind jene Frächter die blamierten, die in modernste Lkw investiert haben: Für 40-Tonner der modernsten Klasse steigt die Maut von heuer auf 2017 um 13,5 Prozent, für die 'alten Stinker' nur um 0,3 Prozent. „So eine Zahlentrickserei als ökologischen Fortschritt zu verkaufen, ist eine einzige Zumutung für alle, die seriös Politik machen wollen. Diese Schönfärberei im Verkehrsministerium ist nicht zu akzeptieren“, sagt Willi.

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