ORF III am Donnerstag: „Die Öscars“-Schwerpunkt mit u. a. Teil zwei der Doku-Trilogie und Oscar-Filmklassikern

Außerdem: „Matinee der Wiener Symphoniker“ mit Ingo Metzmacher

Wien (OTS) - Bevor ORF III Kultur und Information am Donnerstag, dem 29. Dezember 2016, seinen Doku- und Filmschwerpunkt „Die Öscars“ über die preisgekrönten Österreicher/innen in Hollywood fortsetzt, präsentiert Barbara Rett in „Erlebnis Bühne Spezial“ die letzte von drei „Matineen der Wiener Symphoniker“ (9.00 Uhr) mit dem Dirigenten Ingo Metzmacher und der Bratschen-Virtuosin Tabea Zimmermann. Eine österreichische Erstaufführung von Michael Jarrells Bratschenkonzert „Émergences-Résurgences“ steht neben Bruckners Symphonie Nr. 4 Es-Dur WAB 104 „Romantische“ auf dem Programm.

Danach begrüßt Danielle Spera, Direktorin des Jüdischen Museums Wien, in der ORF-III-Reihe „Das ganze Interview“ (10.35 Uhr) den Hollywood-Produzenten Eric Pleskow. Aufgewachsen in Wien musste er mit seiner Familie drei Tage vor Beginn des Zweiten Weltkriegs in die USA emigrieren, wo er zu einem der erfolgreichsten US-Filmproduzenten aufstieg. Im Gespräch mit Spera lässt der vielfache Oscar-Preisträger die wichtigsten Stationen seines ereignisreichen Lebens Revue passieren. So gewannen seine Produktionsfirmen u. a. einen Academy Award für „Rocky“, „Das Schweigen der Lämmer“ und Woody Allens Paradefilm „Der Stadtneurotiker“ (11.30 Uhr), der nach dem Interview zu sehen ist. In dieser vierfach Oscar-gekrönten Komödie stellt Allen einmal mehr sein Talent als Regisseur und Schauspieler an der Seite von Diane Keaton unter Beweis. Er mimt den scharfzüngigen Stand-up-Comedian und überzeugten New Yorker Alvy Singer, den seine Freundin zu verlassen droht.

Danach ehelicht der vielfach ausgezeichnete Filmschauspieler Jack Lemmon in der bissigen Komödie „Wie bringt man seine Frau um?“ (13.20 Uhr) von Richard Quine aus dem Jahr 1965 als überzeugter Junggeselle Stanley Ford im Vollrausch ein Mädchen (Virna Lisi), das kein Wort Englisch spricht. Als sie auf seine Scheidungsforderungen nicht reagiert, plant er – zumindest in seinen Comics – ihr vorzeitiges Ableben, das nicht ohne Konsequenzen bleibt. Lemmon wurde als Komödiant in Billy Wilders Streifen „Manche mögen’s heiß“ und „Das Appartement“ weltweit bekannt.

Unter Wilders Regie sind danach in „Ariane – Liebe am Nachmittag“ (17.40 Uhr) aus dem Jahr 1957 Audrey Hepburn als junges Mädchen und Gary Cooper als alternder Playboy zu sehen. Die Verfilmung von Claude Anets frivolem Roman spielt an spektakulären Originalschauplätzen in Paris und Südfrankreich. Der aus Österreich stammende Regisseur zeigt in diesem Werk sein Talent als vielschichtiger Filmemacher, der von Dramen über Krimis auch romantische Liebeskomödien zu seinem Repertoire zählen kann.

Im Hauptabend (20.15 Uhr) widmet sich „Der Exodus“, der zweite Teil des neuen Doku-Dreiteilers „Die Öscars“ von Christian Reichhold, jenen Preisträgerinnen und Preisträgern, die in den politisch brisanten 1930er und 1940er Jahren nach Los Angeles emigrierten, darunter die Filmemacher Otto Preminger, Fred Zinnemann und Walter Reisch, die Schauspielerinnen Luise Rainer und Elisabeth Bergner, der Schriftsteller Franz Werfel, der Schauspieler und Regisseur Peter Lorre sowie die Komponisten Robert Stolz und Arnold Schönberg. Viele von ihnen mussten – ob sie wollten oder nicht – beim Film arbeiten, um zu überleben. Sie alle (er)lebten Filmgeschichte zwischen Ruhm und Verzweiflung.

Die mit Burt Lancaster, Montgomery Clift, Frank Sinatra, Donna Reed und Deborah Kerr topbesetzte Kultliteraturverfilmung „Verdammt in alle Ewigkeit“ (21.05 Uhr) aus dem Jahr 1953 erhielt neben 13 Oscar-Nominierungen und acht Oscar-Prämierungen zwei Golden Globes und einen Spezialpreis in Cannes. Regisseur Fred Zinnemann, 1907 in Österreich-Ungarn geboren, emigrierte 1929 nach Hollywood und konnte mit seinem Kriegsdrama seinen größten Erfolg nach „Ein Mann zu jeder Jahreszeit“ – zu sehen am 30. Dezember 2016 um 17.50 Uhr in ORF III – verbuchen.

Abschließend zeigt ORF III Stanley Kramers vielfach ausgezeichnetes Meisterwerk „Das Narrenschiff“ (23.05 Uhr) mit Oskar Werner, Simone Signoret, Lee Marvin, Joseph Kish, Ernest Laszlo und Heinz Rühmann. In ihrer letzten Filmrolle ist Vivien Leigh zu bewundern. Kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs treffen auf einem Passagierschiff nach Deutschland die unterschiedlichsten Charaktere aufeinander:
Frustrierte Millionärinnen, abgehalfterte Sportstars, Rassisten, Fantasten und Tänzerinnen erleben auf engstem Raum eine der kritischsten Perioden ihres Lebens. Mit Joseph Kish und Ernest Laszlo erhielten bei den Academy Awards 1966 gleich zwei in der Zwischenkriegszeit nach Amerika emigrierte Österreicher einen Oscar. Daneben wurde mit Oskar Werner ein weiterer Österreicher in der Kategorie „Bester Hauptdarsteller“ nominiert.

Jeder gezeigte Spielfilm im Rahmen des „Öscars“-Programmschwerpunkts erhält vorab eine fachliche Einleitung von Hollywood-Kenner Christian Reichhold.

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