WIFO: Mit gesteigertem Schwung ins neue Jahr

Wien (OTS) - Die Unternehmensumfragen in Österreich und Deutschland konnten im Dezember weiter zulegen. Die Konjunkturampeln beider Volkswirtschaften stehen anhaltend auf grün, womit die Wirtschaft weiter Fahrt aufnehmen sollte. Die Indikatoren steigen auf die höchsten Stände der vergangenen sechs Jahre. Die Unsicherheiten durch geopolitische Ereignisse scheinen dem robusten konjunkturellen Aufwind bislang nichts anhaben zu können.

Die Unternehmensumfragen des WIFO zum Jahresausklang zeigen eine weitere Aufhellung der unternehmerischen Stimmung. Dies betrifft sowohl die Einschätzung der Unternehmen hinsichtlich ihres aktuellen Geschäftsganges als auch die Erwartungen für die Zukunft. Der die heimische konjunkturelle Entwicklung in der Gesamtwirtschaft abbildende Index verbesserte sich im Verlauf des Jahres 2016 kontinuierlich. Gegen Jahresende erreichte er den höchsten Stand seit dem Frühjahr 2011. Der ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland stieg im Dezember ebenfalls weiter an. Die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage verbesserte sich auf den höchsten Stand seit Februar 2012 und auch in den Erwartungen der Unternehmen spiegelte sich ein verstärkter Optimismus.

In Österreich verbesserten sich sowohl in der Sachgütererzeugung als auch im Bauwesen und im Dienstleistungssektor die jeweiligen Konjunkturklimaindizes weiter. Sie lagen damit deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. Am positivsten fiel der Konjunkturklimaindex im Dienstleistungssektor aus, dicht gefolgt vom Bauwesen und - mit etwas Abstand - in der Sachgütererzeugung.

"Neben der schrittweisen Verbesserung der Beurteilung der Unternehmen, die schon seit einigen Monaten zu beobachten ist, weist auch die Verteilung über viele Länder und viele Branchen auf einen robusten Aufschwung hin", bestätigt Marcus Scheiblecker, stellvertretender Leiter des WIFO. Damit sollte sich die zunehmende wirtschaftliche Dynamik zumindest bis zum Ende des ersten Quartals des neuen Jahres fortsetzen.

Die Unsicherheiten infolge der Brexit-Abstimmung, der künftigen Ausgestaltung der Politik in den USA, der neuen Regierung in Italien, der politischen Lage in der Türkei und der ungelöste Syrienkonflikt zeigten in Österreich und Deutschland keinerlei Beeinträchtigung in den Umfragewerten zur Unternehmensstimmung. Hierdurch ist zu erwarten, dass sich der in Österreich bereits 2016 einsetzende konjunkturelle Aufwind auch 2017 fortsetzen wird.

Abbildung 1: European Sentiment Indicator (ESI) - auf der WIFO-Website (http://www.wifo.ac.at/publikationen/pressenotizen)

Abbildung 2: Wirtschaftsklimaindex Österreich - auf der WIFO-Website
(http://www.wifo.ac.at/publikationen/pressenotizen)

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