Unterrainer zu Mangelberufsliste: Vorrang für heimische arbeitslose Köche statt Import billiger Arbeitskräfte

Stöger-Entscheidung richtig – Import billiger Arbeitskräfte würde Löhne weiter senken – Österreichische Arbeitslose mit Fachkräftestipendium qualifizieren

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Tourismussprecher Max Unterrainer hat kein Verständnis für jüngste Wortmeldungen von Wirtschaftskammer und Hotellerieverband in Sachen Fachkräfteverordnung. „Die Entscheidung von Arbeits- und Sozialminister Alois Stöger, KöchInnen und KellnerInnen nicht in die Mangelberufsliste aufzunehmen, ist völlig richtig und gut begründet. Denn wenn laut Zahlen des AMS auf rund 5.800 offene Stellen in Tourismusberufen mehr als 60.000 arbeitssuchende Personen in Österreich kommen, die zuvor in Tourismusberufen gearbeitet haben, kann von Mangel wohl keine Rede sein. Statt den heimischen Arbeitsmarkt durch Import von billigen Arbeitskräften aus Ländern außerhalb der EU zu fluten und weiter unter Druck zu setzen, gilt es vorrangig heimische Arbeitssuchende aus dem Tourismusbereich in Anstellung zu bringen“, sagte Unterrainer heute, Freitag, gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

SPÖ-Tourismussprecher Unterrainer betonte weiters, dass ein Hereinholen billiger Arbeitskräfte aus Nicht-EU-Ländern auch zu einer weiteren Nivellierung der Löhne nach unten führen würde. „Damit würde sich die Tourismusbranche aus meiner Sicht ein Eigentor schießen, denn wir wissen, dass es auch schlechte Arbeitsbedingungen und vor allem niedrige Löhne sind, die dazu führen, dass dem Tourismus Arbeitskräfte fehlen“, betonte Unterrainer. Was es daher brauche, seien faire Arbeitsbedingungen, gerechte Entlohnung und effiziente Qualifizierungsmaßnahmen. Der SPÖ-Tourismussprecher setzt hier vor allem auf das vor kurzem wieder eingeführte Fachkräftestipendium. „Durch eine weitere Aufstockung der Plätze um 10.000 Personen könnten wir österreichische Arbeitslose entsprechend qualifizieren. Finanzierbar wäre das über den Insolvenzentgeltfonds“, so Unterrainers Vorschlag. (Schluss) mb

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